Objektbeschreibung
Bodenfragment einer Schale mit relativ steil konisch ausgestellter Wandung, flachem Boden und Standring aus gelbbeiger Irdenware. Die leicht verschwommene dunkelblaue Unterglasurmalerei ist unter der stark irisierend oxidierten, schwach grauen, transparenten Glasur besonders innen nur schwer erkennbar. Auf dem Schalenboden befindet sich ein Kreisornament, eventuell mit Zeichen einer Pseudoinschrift gefüllt. Um die Wandung ordneten sich Linienmuster in unterschiedlicher Ausrichtung. Die Außenseite wies mit wahrscheinlich sechs vertikalen blauen Linien nur wenig Dekor auf. Es endete mit der Glasur am scharf profilierten Umbruch zu Unterteil und Standring. Innen findet sich auf dem Boden der Abdruck einer dreifüßigen Brennhilfe, mit der mehrere Gefäße während des Glasurbrandes im Brennofen auf Abstand gehalten wurden. Das Dekor des Gefäßes greift ostasiatische Vorbilder auf, experimentiert aber mit lokalen Materialien und tradierten Formen. Das Schalenfragment fand sich während der Grabungen am sogenannten Pulvermühlenhügel im Stadtgebiet Ktesiphons.