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Objektbeschreibung

Sechs teils geklebte Scherben einer hohen steilwandigen, becherartigen Schale aus graubeiger Irdenware mit Wabendekor. Das dünnwandige, hart gebrannte Gefäß wurde auf einer schnelldrehenden Töpferscheibe geformt und in feuchtem Zustand überarbeitet. Die Oberfläche erhielt ein handmodelliertes plastisches Dekor, wofür teils eine Bearbeitung von außen und innen nötig war. Der vertikale Rand ist unprofiliert, außen geglättet und mit einem eingeritzten Fechtbandornament aus s-förmigen Linien versehen. Unter einer umlaufenden Riefe bindet eine Reihe plastisch ausgearbeiteter Kerben an. Die Stege zwischen den Vertiefungen wurden zusätzlich von innen herausgedrückt. Die Wandung bis zum Bodenumbruch ist mit einem vierreihigen Wabenmuster dekoriert. Die obere und die mittlere Reihe sind mit eingeritzten Schrafflinien überzogen. Die Waben der beiden anderen Reihen bedecken flächig Abdrücke kleiner kreuzförmiger Stempel. Das gewölbt zum Boden einziehende Unterteil ist undekoriert. Die Gestaltung der Schale ist eng mit der Dekoration zeitgenössischer Glasgefäße verwandt und erinnert zusätzlich an Keramikgefäße mit modelgeformten Ornamenten. Die Scherben wurden während der Ausgrabungsarbeiten am sogenannten Pulvermühlenhügel im Stadtgebiet Ktesiphons im oberen Schutthorizont gefunden (vgl. KtW 13.2).