Objektbeschreibung
Drei geklebte und partiell ergänzte Fragmente sowie eine Randscherbe einer flachen Schale mit leicht geschwungener Wandung mit ausgestellter Randlippe und Standring aus rotbeiger Irdenware mit weißem Anguss und Bemalung in verwitterter transparenter Glasur. Der innere Schalenspiegel gliederte sich in drei halbrunde Segmente, die eine dreieckige Fläche auf dem Boden umschlossen. Die weiße Flächen umreißenden Konturlinien des eigentümlich asymmetrischen Musters sind in braunen und grünen Linien ausgeführt. Es scheint sich entweder um Halbpalmetten oder stark abstrahierte Rudimente des Motives eines fliegenden Vogels zu handeln. Für letzteres sprechen die Punktreihen in den Doppellinien im Schwanz- und hinter dem Kopfbereich. Die Flügelzonen erhalten durch grüne Linien, braune Spritzer und helle Flächen eine geschuppte Struktur. Die Binnenflächen sind gelb gehalten, während um den Rand verschwommene grüne Flecken oder Spritzer aufgebracht sind. Die Schalenunterseite war in drei hellgrüne, von dunkelgrünen Streifen umrahmte Zonen auf gelblich-blassgrünen Grund aufgeteilt. Die mit der klassischen gefleckten sogenannten Nischapur-Ware verwandten Schalenfragmente fanden sich bei den Ausgrabungen in der islamischen Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons. Ähnliche Keramik trat zudem am sogenannten Pulvermühlenhügel auf (vgl. KtW 214 b).