Porträt einer Frau in gestreiftem Empirekleid und Augsburger Bockelhaube
Objektbeschreibung
Bodenhaube; Bockelhaube; Scheitelnahthaube.
Die Dargestellte trägt ein hell- und dunkelblau gestreiftes, hochtailliertes Kleid mit einem Spitzenbesatz im Dekolleté. Der Schmuck besteht aus einer mehrlagigen, eng am Hals anliegenden goldfarbenen Perlenkette und großen goldfarbenen Kreolen aus Perlen.
Den Kopf bedeckt ein bestickter Schleier oder Spitzenvorstoß, der über den Nacken bis auf die Schultern fällt. Darüber trägt die Dargestellte eine eng anliegende und reich verzierte Haube mit einem großen, seitlich abstehenden Schleifenbesatz am Hinterkopf. Das Gewebe der Augsburger Bockelhaube besteht üblicherweise aus Goldlahn, Goldfäden, Draht und Klöppelspitze, die Schleife wird auf einen Papprahmen aufgezogen.
Wie in M_023_624 sind hier ebenfalls zwei Zeitschienen vereint: zu dem modernen Kleid wird die traditionelle Haube getragen.
Die Augsburger katholische Tracht beinhaltete die Augsburger Riegelhaube, während für die evangelische Tracht die Augsburger Bockelhaube gängig war.
Text: S. de Günther
Die Dargestellte trägt ein hell- und dunkelblau gestreiftes, hochtailliertes Kleid mit einem Spitzenbesatz im Dekolleté. Der Schmuck besteht aus einer mehrlagigen, eng am Hals anliegenden goldfarbenen Perlenkette und großen goldfarbenen Kreolen aus Perlen.
Den Kopf bedeckt ein bestickter Schleier oder Spitzenvorstoß, der über den Nacken bis auf die Schultern fällt. Darüber trägt die Dargestellte eine eng anliegende und reich verzierte Haube mit einem großen, seitlich abstehenden Schleifenbesatz am Hinterkopf. Das Gewebe der Augsburger Bockelhaube besteht üblicherweise aus Goldlahn, Goldfäden, Draht und Klöppelspitze, die Schleife wird auf einen Papprahmen aufgezogen.
Wie in M_023_624 sind hier ebenfalls zwei Zeitschienen vereint: zu dem modernen Kleid wird die traditionelle Haube getragen.
Die Augsburger katholische Tracht beinhaltete die Augsburger Riegelhaube, während für die evangelische Tracht die Augsburger Bockelhaube gängig war.
Text: S. de Günther