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Schlüter, Henning: Münzmeisterjeton


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Objektbeschreibung

Vorderseite: HENNING SCHL-UTER F B LM Z Z. Umschrift zwischen zwei Kreisen, im Feld zweigeteiltes Wappen des Münzmeisters.

Rückseite: CONSIDERA NOVISSIMA ET NONBECCABIS. Totenschädel, aus dessen Augen Schlangen hervorkommen, darüber das Stundenglas.

Kommentar: Der Braunschweig-Wolfenbütteler Münzmeister Henning Schlüter, ein Nachfolger von Heinrich Depser (hier BM-012/020) hat diese Marke, Münzmeisterjeton genannt, als Werbung für seine Person herausgegeben. Münzmeister konnten sehr schnell in Verruf kommen und ihre Arbeit verlieren, oftmals wurden sie auch gerichtlich für schlechte Arbeit und Unterschlagung zur Verantwortung gezogen. Es war für sie lebensnotwendig, ihren guten Ruf zu verbreiten. Dargestellt ist auf der Vorderseite die Erinnerung an die Endlichkeit des Lebens. Schlüter war vor seiner Berufung nach Zellerfeld und Goslar Wardein in Saalfeld unter Herzog Johann Philipp zu Sachsen-Altenburg. Er ist 1672 gestorben.

Literatur: Vgl. S. Elbeshausen, Oberharzer Jetons aus den Münzstätten der Welfen, Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte 5, 2006 Nr. A-118 (ohne Punkte in der Umschrift).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205810