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Schlesien: Raitpfennig


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Objektbeschreibung

Vorderseite: LIGN V BRIGISCHER RAITPFENIG. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen, im Feld gekrönte Initialen des Herzogs Johann Christian, darunter Jahreszahl 1622.

Rückseite: ALLES NACH GOTTES WILLEN. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen. Im Feld gekrönte Initialen der Herzogin Dorothea Sibylle, darunter Jahreszahl 1622.

Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. In Österreich wurden diese Rechenpfennige Raitpfennige genannt. Dorothea Sibylle von Brandenburg war eine in Berlin geborene Tochter von Kurfürst Johann Georg von Brandenburg und seiner Frau Elisabeth von Anhalt Zerbst. Sie war verheiratet mit Johann Christian, Herzog von Schlesien und starb 1625 in Brieg (Sie soll erstmals Kerzen zum Schmücken des Weihnachtsbaumes verwendet haben).

Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 4814; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205844