Sachsen: Rechenpfennig
Objektbeschreibung
Vorderseite: LVX MVN-DI IVSTITIA [Lux Mundi Iustitia]. Umschrift, Darstellung der Justitia mit Schwert und Waage, links der sächsische Wappenschild.
Rückseite: Urtheile / Und Richte / Nach Ge/Rechtigkeit / 1629 [Urteile und richte nach Gerechtigkeit]. Aufschrift mit Jahreszahl in fünf Zeilen.
Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Vielfach werden die Wahlsprüche der Herrscher zitiert.
Literatur: C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368.
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