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Sachsen-Gotha: Rechenpfennig


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Objektbeschreibung

Vorderseite: Zehnfeldiger Wappenschild.

Rückseite: 1560 / RECHNE / RECHT VND / NIT ZV VIL / GOT GIBT D/IR AVCH EI/N ZIEL [Rechne recht und nicht zu viel Gott gibt Dir auch ein Ziel]. Aufschrift in sieben Zeilen.

Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Vielfach werden die Wahlsprüche der Herrschenden zitiert. Diese Sorte Rechenpfennige soll vom Herzog als Spiel- und Rechenmarken für seine Kinder in Autrag gegeben worden sein. Der Rückseitenspruch sollte natürlich erzieherische Wirkung ausüben und zum Rechnen ohne Betrug ermahnen.

Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 8571; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205887