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Nürnberg: Rechenpfennig


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Objektbeschreibung

Vorderseite: Rechenmeister an Rechentisch.

Rückseite: A B C D / E F G H I K / L M N O P Q / R S T V Y X / Z HAN / M. Das Alphabet in fünf Zeilen, darunter Münzmeisterzeichen M.

Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Viele dieser Pfennige zeigen den Rechenmeister am Tisch und auf der Rückseite das Alphabet. Für den Buchstaben G des Alphabetes hat der Stempelschneider ein seitenverkehrtes 'Q' verwendet und die Reihenfolge der Buichstaben XY ist vertauscht. Ob der Jeton tatsächlich von Hans Müller hergestellt wurde, oder, wie bei Stalzer, Hans Schultes zuzuordnen ist, bleibt fraglich.

Literatur: J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32480; A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I. Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 259; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205906