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Objektbeschreibung

Der gerade Boden geht mit einer Biegung in die sanft gewölbt nach oben steigende Wandung über. An der Unterseite ist der gleichmäßige Standring verrundet angesetzt. Er ragt leicht nach außen und endet in einer unten flach abgestrichenen Lippe.
Auf der Innenseite des Gefäßes ist ein Sgraffitodekor eingetieft, die Ritzlinien heben sich dabei dunkelbraun ab. Er zeigt zwei konzentrische Kreise im Zentrum, die eine mehrfach konturierte Achterschlinge einrahmen. Von dem äußeren Ring gehen strahlenförmig symmetrisch angeordnete Streifen aus Kammstrichen, darin durch Bogenbänder eingefasste Wellenlinien, und liegende S-Reihen ab. Über das Ornament ziehen Flecken und Streifen eines graugelben Oxyds.
Gefäße mit ähnlicher Machart und Dekorationsausführung wurden u. a. in Pergamon, Ilion und Thrakien gefunden.
Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 569-570, Kat. 1376.