Adlershof. Science at Work.
Objektbeschreibung
Hoher, nach oben hin sich erweiternder, konisch geformter Porzellanbecher ohne Henkel. Der Becher ist außen rot, Aussparungen ergeben vorderseitig den Schriftzug "Adlershof. Science at Work", rückseitig "www.adlershof.de". Mittig läuft ein weißes, dehnbares Kunststoffband um den Becher. Der dazugehörige flexible weiße Kunststoffdeckel lässt sich über den Becher stülpen und schließt am Rand dicht ab. Mit einer drehbaren Lasche am Deckel kann ein Trinkloch geöffnet und geschlossen werden. In den Rand des Deckels ist der Schriftzug "CAUTION HOT!" eingeprägt. Zentral auf dem Deckel befindet sich ein kleiner geprägter Rahmen mit der Prägeschrift "SWISS MADE". Auf dem Boden des Bechers ist dessen Hersteller zu lesen: "Mahlwerck (R) / Porzellan / D-83059 Kolbermoor / An der Alten Spinnerei 1 / >2016<".
Der Becher war Teil einer Serie von Merchandisingprodukten, die anlässlich einer Änderung der Marketingstrategie des Wissenschaftsstandortes Berlin-Adlershof hergestellt wurden. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren in Adlershof zentrale Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Luft- und Raumfahrt angesiedelt. Auch die Akademie der Wissenschaften der DDR befand sich dort. An diese Tradition knüpfte man nach der Wende an und entwickelte Adlershof zu einem Standort der Wissenschaft und Forschung weiter. Auch Medienunternehmen waren und sind vor Ort, seit der "Deutsche Fernsehfunk" - später "Fernsehen der DDR" - dort angesiedelt war. Erster Slogan in der Vermarktung Adlershofs war "Stadt der Wissenschaft, Wirtschaft und Medien". 2013 wurde dieser Slogan ersetzt durch "Adlershof. Science at Work". Mithilfe von typischen Merchandising-Produkten wie Schlüsselanhängern, Kugelschreibern, Blöcken etc. wurde dieser Slogan bekannt gemacht. Hergestellt wurde der Becher in Süddeutschland und der Deckel in der Schweiz für die Distribution in Berlin.
Auch der Becher ist Teil dieser Serie von Merchandisingprodukten. Er verweist darauf, dass "Coffee to go" ab den 2000er-Jahren zunehmend als Aushängeschild eines urbanen, geschäftigen Lebensstils galt. Gleichzeitig wurden in den 2010er-Jahren erschreckende Zahlen zum Müllaufkommen durch wegwerfbare Kaffeebecher publiziert, erste Alternativen tauchten auf. Der Adlershofer Becher ist ein nicht ganz funktionaler Hybrid aus einem Einweg-"Coffee to go"-Becher und einer Porzellantasse. Er wirkt durch sein Material Porzellan qualitativ hochwertig, ist aber aus demselben Grund gleichzeitig zu schwer, um sich als Kaffeebecher anzubieten, der in einer Tasche herumgetragen wird, bis er zum Einsatz kommt.