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Heute gehen wir zur Rollschuh-Bahn. Kurfürstendamm


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Objektbeschreibung

Rollschuhlaufen war das angesagteste Freizeitvergnügen der 1910er-Jahre. 1909 hatte die erste deutsche Rollschuhbahn nach US-amerikanischem Vorbild am Berliner Kurfürstendamm eröffnet. Das Plakat von Fritz Rumpf zeigt, wie vornehm man zum  Rollschuhfahren ging – fast so fein und modisch gekleidet wie zum Opern- oder Theaterbesuch. Auch in anderen deutschen Städten wie München eröffneten um 1910 ganze Amüsiermeilen, die Attraktionen wie Rollschuhbahnen bereithielten.

Ein Projekt ermöglichte 2021/22 erstmals die digitale Bestandsaufnahme aller Plakate und Plakatentwürfe aus den Jahren 1840 bis 1914 in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. In ihrer internationalen Vielfalt eröffnen die Plakate ein Panorama der visuellen Kommunikation: Sie illustrieren Design-, Reklame- und Druckgeschichte am Übergang von Historismus und Jugendstil zum Sachplakat, stellen zugleich aber auch wertvolle Dokumente der Zeit- und Kulturgeschichte dar.

Der Text ist Teil der Online-Ausstellung „Verklärt, begehrt, vergessen – Frauen in der frühen Plakatgestaltung“, die aus einer ersten Auswertung der nun vollständig erfassten Bestände entstand. Sie versteht sich als Anregung für weitere Forschungen. (Text: Christina Thomson / Christina Dembny)