1) Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in türkis, dunkelblau und orange bedruckte Karton enthält in transparente Kunststoffolie verpackte Baumwolltampons und einen Beipackzettel. Die Schachtel stammt vermutlich aus den 1980er-Jahren und trägt die Größenbezeichnung "super", mit dem Hinweis, dass diese Bezeichnung die vormalige Bezeichnung "extra" ersetzt. Nur drei der ursprünglich 40 enthaltenen originalen Tampons sind vorhanden; weiterhin enthält die Schachtel drei Tampons der Größe "super" ohne erkennbaren Markenbezug sowie 26 Tampons der Marke "o.b." in Größe "normal" mit geschwungenen Rillen aus den 2000er-Jahren. Auf einer der kurzen Seiten der Schachtel befindet sich ein rotes
Preisetikett mit dem Aufdruck "Müller" und der Preisangabe "8.99 DM".
2) Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in türkis, dunkelblau und grün bedruckte Karton ist ungeöffnet. Die Schachtel stammt vermutlich aus den 1990er-Jahren und enthält 16 Tampons der Größe "super plus".
3) Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in türkis, dunkelblau und grün bedruckte Karton enthält in Kunststofffolie verpackte Baumwolltampons, einen Beipackzettel sowie ein kleines Kunststoffetui. Die Schachtel stammt vermutlich aus den 1990er-Jahren und enthält 15 Tampons unterschiedlicher Größen der Marke "o.b.": Den vermutlich orginalen Inhalt der Schachtel bilden 12 Tampons der Größe "super plus", deren Kunststoffverpackung mit einer Banderole in grün und türkis bedruckt ist. Weiterhin enthält die Schachtel zwei aus den 1980er-Jahren stammende Tampons der Größe "normal" sowie einen der Größe "super" von "o.b.", alle in einer Kunststofffolie mit einer türkis bedruckten Banderole. Zudem befindet sich ein einzelner "o.b."-Tampon der Größe "normal" aus den 2000er-Jahren in der Schachtel (erkennbar an den geschwungenen Rillen), dessen Banderole gelb und türkis bedruckt ist.
Die Schachteln stammen aus einem Privathaushalt in Baden-Württemberg.
"o.b."-Tampons waren die ersten Tampons, die in Deutschland käuflich erhältlich waren. Der Ingenieur Dr. Carl Hahn hatte in einer amerikanischen Zeitschrift Anzeigen für die dort schon seit längerem erhältlichen "Tampax" gesehen. Dr. Carl Hahn, der Rechtsanwalt Dr. Heinz Mittag und die Gynäkologin Dr. Judith Esser entwickelten zusammen "o.b.". Die Abkürzung steht für "ohne Binde". Gefertigt wurden die Tampons in der ersten deutschen Tamponfabrik in Wuppertal. Seit 1974 gehört "o.b." zum Unternehmen "Johnson & Johnson". 1986 wurden laut Firmenangaben 3,5 Milliarden o.b.-Tampons in 122 Länder weltweit verkauft, 1990 bereits 50 Milliarden. 2010 war die Wuppertaler Tamponfabrik mit mehr als zwei Milliarden jährlich hergestellten und in rund 30 Länder exportierten Tampons eine der größten der Welt.