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Objekttyp: Tampons
o.b. Compact Applicator
Museum Europäischer Kulturen
Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in hellblau, türkis, gelb und weiß bedruckte Karton enthält 16 Tampons der Größe "normal". Jeder der einzeln in eine weiße, türkis bedruckte Kunststofffolie eingepackten Tampons ist aus weißer Viskosefaser, befindet sich in einem sogenannten Applikator und verfügt über ein textiles hellblaues Rückholbändchen. Die Schachtel ist in mehreren europäischen Sprachen mit Angaben zum Inhalt und der Verwendung bedruckt. "o.b."-Tampons waren die ersten Tampons, die in Deutschland käuflich erhältlich waren. Der Ingenieur Dr. Carl Hahn hatte in einer amerikanischen Zeitschrift Anzeigen für die dort schon seit längerem erhältlichen "Tampax" gesehen. Dr. Carl Hahn, der Rechtsanwalt Dr. Heinz Mittag und die Gynäkologin Dr. Judith Esser entwickelten zusammen "o.b.". Die Abkürzung steht für "ohne Binde". Gefertigt wurden die Tampons in der ersten deutschen Tamponfabrik in Wuppertal, die 2010 mit mehr als zwei Milliarden jährlich hergestellten und in rund 30 Länder exportierten Tampons eine der größten der Welt war. Seit 1974 gehört "o.b." zum Unternehmen "Johnson & Johnson".
Tamtampon
Museum Europäischer Kulturen
Zwei Schachteln mit Tampons der Marke "Tamtampons" des Herstellers "Einhorn". Der bunt bedruckte Karton enthält Tampons aus Bio-Baumwolle und einen Beipackzettel. Die 16 Tampons der Größe "normalo" (sic) sind einzeln in schwarze Kunsstofffolie verpackt, die mit Sprüchen wie "Herzlichen Glückwunsch! Du hast einen Uterus", "Nazis raus, Tampon rein" und "I went to the supermarket and all I got was this lousy tampon..." bedruckt sind. Die Schachtel zieren zum Teil ernst gemeinte, zum Teil unernste Angaben zu Verwendung und Inhalt ("Kann auch verwendet werden als Weihnachtsbaumdeko"). Auf einer der Seiten ist zu lesen: "Wir müssen reden! Ja, wir müssen. Nur so lässt sich bewegen, was da liegt vor uns'ren Füssen: Berge von Tabus! Schönen Gruß und Apfelmus". Unter dem Slogan "#Powertotheperiod" werben die Tampons für einen freien und unverklemmten Umgang mit der Menstruation und sind damit Ausdruck des "Period Feminism" des 21. Jahrhunderts.
Joydivision Soft-Tampons
Museum Europäischer Kulturen
In hellblau, weiß, schwarz und rosa bedruckte Faltschachtel. Sie enthält drei "Soft-Tampons" aus Schaumstoff, eine Gebrauchsanweisung auf Papier sowie ein transparentes Tütchen Gleitgel. Die rosafarbenen Softtampons sind einzeln in transparente Behältnisse aus Kunststoff verpackt, die auf der Unterseite mit einer silberfarbenen Folie verschlossen werden. Auf die Schachtel aufgedruckt sind Hinweise zum Gebrauch und den Eigenschaften der Soft-Tampons in mehreren europäischen Sprachen. Bei Soft-Tampons handelt es sich um das industriell hergestellte Pendant zu den seit den 1980er-Jahren im Handel erhältlichen, im Meer gewachsenen Menstruationsschwämmchen.
Free Tampons by Nico Semsrott
Museum Europäischer Kulturen
Schachtel aus ungefärbtem Karton, auf dem Menstruationsprodukte, ein Uterus, Blutflecken und weitere Dinge abgebildet und mit Beschriftungen versehen sind. Etwas größer gehalten die Aufschrift "FREE TAMPONS by Nico Semsrott". Im Inneren der Schachtel befinden sich einzeln in Papier verpackte Menstruationstampons sowie eine Informationsbroschüre, deren Rückseite ein Wimmelbild ziert. Die Tampons wurden von den Fraktionsmitteln von Nico Semsrott produziert, der von 2019 bis 2024 als Abgeordneter dem Europäischen Parlament angehörte. Mitarbeiterinnen seines Büros wollten damit auf Periodenarmut aufmerksam machen sowie eine kleine Entlastung für Betroffene erreichen. Sie gestalteten das Wimmelbild, die Begleitbroschüre und Verpackung und bauten die 1800 Schachteln im Jahr 2020 selbst zusammen. Die Tampons wurden an Einrichtungen wie Frauenhäuser, Wohnungslosenunterkünfte oder Schulen geschickt. 2021 folgte eine zweite Auflage.
Neo primus
Museum Europäischer Kulturen
Sechs (von ursprünglich acht) Tampons der Marke "Neo" in einer blau bedruckten Folienverpackung. Tampons: weißer Zellstoff mit Gaze überzogen, weißes Rückholbändchen. Aufdruck auf der Folienverpackung: blaues Kleeblatt vor einem Hintergrund mit blauem Hahnentrittmuster, darauf "NEO primus". Hersteller: VEB Vliestextilien Lößnitztal.
o.b. super (plus)
Museum Europäischer Kulturen
1) Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in türkis, dunkelblau und orange bedruckte Karton enthält in transparente Kunststoffolie verpackte Baumwolltampons und einen Beipackzettel. Die Schachtel stammt vermutlich aus den 1980er-Jahren und trägt die Größenbezeichnung "super", mit dem Hinweis, dass diese Bezeichnung die vormalige Bezeichnung "extra" ersetzt. Nur drei der ursprünglich 40 enthaltenen originalen Tampons sind vorhanden; weiterhin enthält die Schachtel drei Tampons der Größe "super" ohne erkennbaren Markenbezug sowie 26 Tampons der Marke "o.b." in Größe "normal" mit geschwungenen Rillen aus den 2000er-Jahren. Auf einer der kurzen Seiten der Schachtel befindet sich ein rotes Preisetikett mit dem Aufdruck "Müller" und der Preisangabe "8.99 DM". 2) Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in türkis, dunkelblau und grün bedruckte Karton ist ungeöffnet. Die Schachtel stammt vermutlich aus den 1990er-Jahren und enthält 16 Tampons der Größe "super plus". 3) Schachtel mit Tampons der Marke "o.b." des Herstellers "Johnson & Johnson". Der in türkis, dunkelblau und grün bedruckte Karton enthält in Kunststofffolie verpackte Baumwolltampons, einen Beipackzettel sowie ein kleines Kunststoffetui. Die Schachtel stammt vermutlich aus den 1990er-Jahren und enthält 15 Tampons unterschiedlicher Größen der Marke "o.b.": Den vermutlich orginalen Inhalt der Schachtel bilden 12 Tampons der Größe "super plus", deren Kunststoffverpackung mit einer Banderole in grün und türkis bedruckt ist. Weiterhin enthält die Schachtel zwei aus den 1980er-Jahren stammende Tampons der Größe "normal" sowie einen der Größe "super" von "o.b.", alle in einer Kunststofffolie mit einer türkis bedruckten Banderole. Zudem befindet sich ein einzelner "o.b."-Tampon der Größe "normal" aus den 2000er-Jahren in der Schachtel (erkennbar an den geschwungenen Rillen), dessen Banderole gelb und türkis bedruckt ist. Die Schachteln stammen aus einem Privathaushalt in Baden-Württemberg. "o.b."-Tampons waren die ersten Tampons, die in Deutschland käuflich erhältlich waren. Der Ingenieur Dr. Carl Hahn hatte in einer amerikanischen Zeitschrift Anzeigen für die dort schon seit längerem erhältlichen "Tampax" gesehen. Dr. Carl Hahn, der Rechtsanwalt Dr. Heinz Mittag und die Gynäkologin Dr. Judith Esser entwickelten zusammen "o.b.". Die Abkürzung steht für "ohne Binde". Gefertigt wurden die Tampons in der ersten deutschen Tamponfabrik in Wuppertal. Seit 1974 gehört "o.b." zum Unternehmen "Johnson & Johnson". 1986 wurden laut Firmenangaben 3,5 Milliarden o.b.-Tampons in 122 Länder weltweit verkauft, 1990 bereits 50 Milliarden. 2010 war die Wuppertaler Tamponfabrik mit mehr als zwei Milliarden jährlich hergestellten und in rund 30 Länder exportierten Tampons eine der größten der Welt.