Hohenzollern-Kunstgewerbehaus Friedmann & Weber
Objektbeschreibung
Schon Julius Klinger und Julius Gipkens hatten für das Hohenzollern Kunstgewerbehaus in Berlin Plakate entworfen. Eine Abstraktion der Formen gelang zuvor jedoch Charlotte Rollius, die in diesem Plakat von 1907 mit gelber Schrift und klaren Formen vor einfarbigem Hintergrund eine beeindruckend leuchtende Wirkung erzielte. Von der Kunstanstalt Hollerbaum & Schmidt beauftragt, erschuf Rollius so eine Arbeit ganz im Stil der berühmten Druckerei. Charlotte Rollius war Schülerin von Emil Orlik an der Kunstgewerbeschule in Berlin und danach als Werbegrafikerin tätig. Heute sind vor allem ihre Ölgemälde von Landschaften und Stillleben erhalten. Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin besitzt rund 3800 Originalplakate aus den Jahren 1840 bis 1914. Insgesamt sind im Bestand der frühen Plakate 40 weibliche Gestalterinnen vertreten, gegenüber 957 Männern. (Text: Christina Thomson / Christina Dembny)