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Les Fêtes de Paris. Fluctuat nec mergitur


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Objektbeschreibung

Nach einem Architekturstudium bei Gottfried Semper in Zürich und der Tätigkeit in einem Architekturbüro wandte sich Eugène Samuel Grasset 1882 der Gebrauchsgrafik zu. Er illustrierte zunächst Bücher und französische sowie amerikanische Monatszeitschriften wie „Harper’s Magazine“ und „Harper’s Bazar“. Bekannt wurde er vor allem durch Werbung für Produkte, Kaufhäuser, Verlage oder Ausstellungen. Hier wirbt ein mittelalterlich gekleider Reiter auf weißem Ross mit Posaunenstoß für die "Fêtes de Paris". Es handelt sich um einen Druck "avant la lettre" (vor der Schrift): Das Textfeld für die Ankündigung ist noch frei. Von ornamentaler Flora und mittelalterlichen Bildwelten inspiriert, prägten Grassets Motive in den 1890er-Jahren die Stilrichtung Art Nouveau in Frankreich maßgeblich mit. Charakteristisch für seine Plakatgestaltung sind klare Farbflächen, die von dunklen Umrisslinien eingefasst werden. Neben grafischen Arbeiten entwarf Grasset auch Möbel, Mosaike, Glasfenster und Tapeten, dazu verfasste er Fachbücher über die Theorie und Anwendung des Ornaments. Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin besitzt rund 3800 Originalplakate aus den Jahren 1840 bis 1914, davon 21 von Eugène Samuel Grasset. (Text: Christina Dembny)