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Die Heilige Martha und der Drache


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Objektbeschreibung

Diese rätselhafte Szene wurde noch nicht abschließend gedeutet: Eine mit Lorbeer bekränzte nackte Königin sitzt auf einem Thron in einem Palasthof. In ihrer Linken hält sie ein Zepter, vielleicht in abwehrender Geste. Vor ihr steht ein geflügelter Drache mit mächtigen Krallen, gespaltener Zunge und langem, gewundenem Schwanz. Die Krone auf seinem Kopf könnte ihn als Basilisken ausweisen, den König der Schlangen (zu denen Drachen gezählt wurden). Sein Atem galt als tödlich, sein Blick, der nur von einem Spiegel gebannt werden konnte, ließ alles versteinern. Gegen diese Deutung spricht, dass die Frau gerade nicht versteinert. Sie wird auch als Heilige Martha gelesen, die einen menschenfressenden Drachen – im Hintergrund entführt er eine Frau – mit Weihwasser besiegte.