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Büste einer Dichterin "Typus Schliemann"


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Objektbeschreibung

Büste einer Dichterin vom "Typus Schliemann", Marmor, römische Kopie aus dem 1. Jahrhunderts nach Christus (frühe Kaiserzeit) nach einem griechischen Original aus der Zeit um 300 vor Christus. 

Nach Angaben von Prof. Dr. Dietrich Willers handelt es sich um das "Porträt einer um 300 v. Chr. entstandenen griechischen Statue". Es stellt "eine Frau dar, die damals anerkannt und würdig war, öffentlich geehrt zu werden." [...] "Die Dichterin «Typus Schliemann» war in der frühen Kaiserzeit des 1. Jhs. n.Chr. so geschätzt, dass immerhin 5 Kopien bekannt sind. Drei davon stammen aus Rom, von denen aber der genaue Fundort und die antike Aufstellung nicht bekannt sind [...]. Eine Wiederholung stand in Sparta auf der Peloponnes und eine im ägyptischen Alexandria". Bei letzterer handelt es sich um die hier vorliegende Büste.

Die Büste stammt aus dem Nachlass Heinrich Schliemanns in seinem Athener Wohnhaus Iliou Melathron. Sie wurde von ihm nach eigenem Bekunden 1888 in Alexandria in Ägypten ausgegraben. Schliemann brachte nach Angaben von Dr. Marion Bertram die Büste "aufgrund der Frisur und des Haarputzes mit Kleopatra VII in Verbindung". Später äußerte Dr. Carl Blümel die Meinung, dass es sich um ein Portrait der griechischen Dichterin Korinna handeln könnte.

Carl Blümel beschreibt die Büste 1938 wie folgt: "Der jugendliche Frauenkopf [...] mit Melonenfrisur und inschriftlich ausdrücklich als Korinna bezeichnet, mit der Statue des Silanion aber nichts zu tun haben sollte".