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Eisgang und Deichbruch bei Gorkum am 22.2.1799


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Objektbeschreibung

Die zweite Farbaquatinta zeigt den Deichbruch einen Tag später bei Vuren nahe Gorkum, etwa 70 km von Bemmel entfernt. Ein Orkan trieb Eisschollen auf den Deich des Flusses Merwede, den Unterlauf der Waal, und türmte sie meterhoch auf. Die Inschrift beschwört die Erhabenheit und Schrecklichkeit der Szenerie, die sich in wenigen Augenblicken in einen großen See verwandeln wird. Der schneereiche Winter 1799 war mit Temperaturen bis -30°C ungewöhnlich hart und führte in ganz Mitteleuropa, so auch an Elbe und Saale, zu Eishochwassern und Dammbrüchen. Als Ende Februar plötzlich Tauwetter mit Regen, Gewitter und heftigen Winden einsetzte, konnte das Re-gen- und Schmelzwasser auf den meterdick gefrorenen Flüssen nicht abfließen, Eisversetzungen verursachten zusätzliche Rückstaus.