Construction 111
Objektbeschreibung
Baukasten, blauer Karton, leicht angestoßen, mit Illustrationen von LKW und Kran
Ab 1950er Jahren wurden die Metallbaukästen „Konstruktion“ entwickelt von Ingenieursbüro Eberhard Rapp in Gotha. Produktionsaufnahme im VEB Technische Werkstätten in Gotha, nach Umstrukturierungen dann Verlagerung zum VEB Metallwaren Schmerbach, der Teil des Kombinats Schlösser und Beschläge Döbeln war (ab um 1965 [ist bis heute nicht ganz geklärt] unter dem neuen Namen „Contruction“). Ab 1977 erneute Verlagerung in den VEB Spielwarenmechanik Pfaffschwende. Hier wurde ab Mitte der 1980er Jahre auch für das westliche Ausland produziert, unter anderem vertrieb „Quelle“ die Baukästen auch in der Bundesrepublik. Ab Mitte der 1980er Jahre maschinelle Bestückung der Baukästen und enorme Produktivitätssteigerung. Dies war einer der Gründe für erfolgreichen Übergang in die Marktwirtschaft nach 1990. Der Betrieb wurde 1993 vom Leiter des ehem. VEB Jürgen Hildebrandt von der Treuhand gekauft und in „eitech“ umbenannt. Bedeutsam an „Construction“ war die enge Zusammenarbeit mit den Schulen, in denen für den polytechnischen Unterricht häufig mit den Baukästen gearbeitet wurde. (Informationen aus Havenstein, DDR Spielzeug, S. 66; Peter Lingens, Zwischen Rapp, VEB und eitech. Der Metallbaukasten Construction, in: Ulf Leinweber (Hg.), Baukästen! Technisches Spielzeug vom Biedermeier bis zur Jahrtausendwende, Kassel 1999, S. 140-153).