Deckel eines Pokals mit umlaufender Blütenranke
Objektbeschreibung
Deckel eines Pokals oder Bechers aus farblosem Glas, kein Abriss,
gebauchte Schulter, den Mündungsrand ziert eine mattierte Bordüre mit
geblänkten Kugeln und Perlen, deren Ränder mit einem Kordelornament
geschmückt sind. Die Schulter ist mit einem umlaufenden Kranz aus fein
geschnittenem Rankwerk mit Blüten dekoriert. Angesetzt ist ein massiver
Baluster als Knauf mit eingestochener Luftblase, der oben mit einem
versenkten und mattierten Spitzblattdekor versehen ist.
Der formale und stilistische Vergleich datiert diesen Deckel ins
ausgehende 17. Jahrhundert, daher dürfte es sich um eine Arbeit aus der
Werkstatt von Martin Winter (um 1640–1702) handeln (vgl. Franze, Der
Hofglasschneider, 2017, Abb. 18a+b, 20a, 21, 22, 23c; Schmidt,
Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 5). Das zugehörige Gefäß ist
Verlust. Es dürfte die Dekorelemente korrespondierend gespiegelt haben.
[Verena Wasmuth]
MAKR