Deckel für einen monumentalen Pokal
Objektbeschreibung
Deckel eines Pokals aus dickwandigem, farblosem Glas, geblänkte
Perlborte am Rand, die ansteigende Schulter ist mit einem versenkten und
mattierten Spitzblattfries dekoriert. Der angesetzte massive
Balusterknauf ist sehr hoch und mit Wabenfacettierung sowie drei
übereinanderliegenden Kränzen aus eingestochenen Luftblasen verziert.
Formal datiert der qualitative Deckel in die Zeit um 1730 und ist der
Potsdamer Manufaktur zuzuschreiben (Schmidt, Brandenburgische Gläser,
1914, Taf. 30.2+3, 31.1). Aufgrund seiner Maße ist davon auszugehen,
dass er zu einem monumentalen Pokal mit einer Gesamthöhe von mindestens
45 cm gehört hat (vgl. Götzmann/Kaiser, Gläserne Welten, 2017, Kat. 61,
S. 60, 126, 127). Das zugehörige Gefäß ist nicht dokumentiert. Seine
Schaftgestaltung wird den Knauf des Deckels gespiegelt haben, der
Spitzblattdekor dürfte am Fuß sowie am Kuppansatz zu finden sein.
[Verena Wasmuth]
MAKR