Logo

Ikone, Muttergottes mit Kind (Hodegetria)


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Ikone nach Typ der Hodegetria; am Rand z.T. stark beschädigt und von Holzwurm befallen. 

Als Hodegetria wird ein Typ von Mariendarstellungen bezeichnet, der sowohl im Katholizismus als auch in der Orthodoxie äußerst verbreitet ist. Sie zeigt Maria mit Kind. Der Überlieferung nach geht er auf ein Porträt von Maria des Evangelisten Lukas zurück. Im 5. Jahrhundert gelangte das Porträt angeblich nach Konstantinopel, dem späteren Istanbul. Nach der osmanischen Eroberung der Stadt ist die Ikone verschollen.
Dem hier abgebildeten Typ recht ähnlich ist die sog. "Kasanskaja", die Gottesmutter von Kasan, die in der russischen Orthodoxie eine große Rolle spielt und heute als verschollen gilt. Wie bei ihr sind in der vorliegenden Ikone die Hände Marias nicht dargestellt.  

Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg erwarb die Ikone im Juni 1939.  Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Sozopol, Zarewo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). 

Küppers Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)