Deutscher Holzfäller
Objektbeschreibung
Mann mit Hut und Anzug, evtl. auf dem Weg zur Kirche bzw. im Kontext einer Hochzeit (vgl. Foto VIII Eu 3403).
Bezeichnung "Holzfäller" stammt aus dem Inventarbuch der Fotosammlung; verm. Kontextinformation des Sammlers, die sich nicht aus dem Bild selbst erschließt.
Genaue regionale Zuordnung schwierig; Aufnahme könnte aus Oberwischau, dem heutigen Vișeu de Sus stammen, wo sich ab de frühen 19. Jahrhundert Deutsche aus der heute slowakischen Zips, die sogenannten Zipser Sachsen, niedergelassen hatten. In der ganzen Region bildeten sich deutsche Dörfer und Stadtteile, die "Zipsereien" genannt wurden. Im Zuge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts wurden deutsche Siedlungen in der Bukowina, Bessarabien und auch im rumänischen Maramures aufgelöst und deren Bewohner*innen in verschiedenen, zum Teil besetzten Regionen Mittel- und Osteuropas angesiedelt ("Heim ins Reich"). Bis heute existieren in vielen Orten in diesen Regionen jedoch nach wie vor kleine deutsche Minderheiten.