27 Ergebnisse
Objekttyp: Foto
Deutscher Zunftkrug (Museum Veszprém/Weissbrunn)
Museum Europäischer Kulturen
Krug mit Verzierungen, u.a. Symbolen Hammer, Nagel und Schlüssel sowie eine Uhr. Zudem trägt er die Jahreszahl 1829, welche sich (s. Titel) womöglich auf die Gründung der Zunft bezieht. Deutsche lebten ab dem frühen 18. Jahrhundert im Ort; sie waren v.a. als Zimmerleute und Stellmacher tätig. Foto von der ersten Sammelreise von Gustav-Adolf Küppers nach Südosteuropa.
Deutsche Mädchen in Sonntagstracht
Museum Europäischer Kulturen
Zwei Mädchen inmitten einer größeren Menschenansammlung, evtl. auf dem Weg zur Kirche bzw. im Kontext einer Hochzeit (vgl. Foto VIII Eu 3403). Genaue regionale Zuordnung schwierig; Aufnahme könnte aus Oberwischau, dem heutigen Vișeu de Sus stammen, wo sich ab de frühen 19. Jahrhundert Deutsche aus der heute slowakischen Zips, die sogenannten Zipser Sachsen, niedergelassen hatten. In der ganzen Region bildeten sich deutsche Dörfer und Stadtteile, die "Zipsereien" genannt wurden. Im Zuge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts und der Aufteilung weiter Teile Europas wurden deutsche Siedlungen in der Bukowina, Bessarabien und auch im rumänischen Maramures aufgelöst und deren Bewohner*innen in verschiedenen, zum Teil besetzten Regionen Mittel- und Osteuropas angesiedelt ("Heim ins Reich"). Bis heute existieren in vielen Orten in diesen Regionen jedoch nach wie vor kleine deutsche Minderheiten.
Deutscher Holzfäller
Museum Europäischer Kulturen
Mann mit Hut und Anzug, evtl. auf dem Weg zur Kirche bzw. im Kontext einer Hochzeit (vgl. Foto VIII Eu 3403). Bezeichnung "Holzfäller" stammt aus dem Inventarbuch der Fotosammlung; verm. Kontextinformation des Sammlers, die sich nicht aus dem Bild selbst erschließt. Genaue regionale Zuordnung schwierig; Aufnahme könnte aus Oberwischau, dem heutigen Vișeu de Sus stammen, wo sich ab de frühen 19. Jahrhundert Deutsche aus der heute slowakischen Zips, die sogenannten Zipser Sachsen, niedergelassen hatten. In der ganzen Region bildeten sich deutsche Dörfer und Stadtteile, die "Zipsereien" genannt wurden. Im Zuge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts wurden deutsche Siedlungen in der Bukowina, Bessarabien und auch im rumänischen Maramures aufgelöst und deren Bewohner*innen in verschiedenen, zum Teil besetzten Regionen Mittel- und Osteuropas angesiedelt ("Heim ins Reich"). Bis heute existieren in vielen Orten in diesen Regionen jedoch nach wie vor kleine deutsche Minderheiten.
Braut nach der Hochzeit
Museum Europäischer Kulturen
Frau im Brautkleid und Hochzeitsstrauß kurz vor der Abfahrt mit einer Kutsche. Genaue regionale Zuordnung schwierig; Aufnahme könnte aus Oberwischau, dem heutigen Vișeu de Sus stammen, wo sich ab de frühen 19. Jahrhundert Deutsche aus der heute slowakischen Zips, die sogenannten Zipser Sachsen, niedergelassen hatten. In der ganzen Region bildeten sich deutsche Dörfer und Stadtteile, die "Zipsereien" genannt wurden. Im Zuge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts wurden deutsche Siedlungen in der Bukowina, Bessarabien und auch im rumänischen Maramures aufgelöst und deren Bewohner*innen in verschiedenen, zum Teil besetzten Regionen Mittel- und Osteuropas angesiedelt ("Heim ins Reich"). Bis heute existieren in vielen Orten in diesen Regionen jedoch nach wie vor kleine deutsche Minderheiten.
Gehöft eines deutschen Schmiedes
Museum Europäischer Kulturen
Hof mit zwei Kindern, einem Mann und zwei Kühen sowie eine Karre und ein Anhänger. Abgebildet ist offenbar der Hof des deutschen Schmiedes, dessen Name auf einem Schild auf dem Dach festgehalten ist (Franz [...]). Die Aufnahme stammt von der dritten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die multiethnische Bukowina im Grenzgebiet zwischen den heutigen Staaten Ukraine und Rumänien führte. Der Ort Jacobeny war im frühen 19. Jahrhundert von Deutschen aus der heute slowakischen Region Zips ("Zipser Sachsen") gegründet worden. Im Jahr 1940 wurden sie infolge der deutsch-sowjetischen Aufteilung Zentraleuropas in verschiedene, u.a. neu annektierte Gebiete, umgesiedelt ("Heim ins Reich").
Gehöft eines deutschen Schmiedes
Museum Europäischer Kulturen
Zwei Männer mit Anhänger, im Hintergrund Kirche. Aus dem Inventarbuch geht hervor, dass es sich bei einem der Männer wohl um den deutschen Schmied handelte. Die Aufnahme stammt von der dritten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die multiethnische Bukowina im Grenzgebiet zwischen den heutigen Staaten Ukraine und Rumänien führte. Der Ort Jacobeny war im frühen 19. Jahrhundert von Deutschen aus der heute slowakischen Region Zips ("Zipser Sachsen") gegründet worden. Im Jahr 1940 wurden sie infolge der deutsch-sowjetischen Aufteilung Zentraleuropas in verschiedene, u.a. neu annektierte Gebiete, umgesiedelt ("Heim ins Reich").
Viehtränke beim deutschen Schmied
Museum Europäischer Kulturen
Frau mit gerade an der Tränke gefülltem, vollem Wassereimer. Die Aufnahme stammt von der dritten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die multiethnische Bukowina im Grenzgebiet zwischen den heutigen Staaten Ukraine und Rumänien führte. Der Ort Jacobeny war im frühen 19. Jahrhundert von Deutschen aus der heute slowakischen Region Zips ("Zipser Sachsen") gegründet worden. Im Jahr 1940 wurden sie infolge der deutsch-sowjetischen Aufteilung Zentraleuropas in verschiedene, u.a. neu annektierte Gebiete, umgesiedelt ("Heim ins Reich").
Deutsche Holzhackerbuben
Museum Europäischer Kulturen
Zwei Jungen, am Zaun stehend. Die Aufnahme stammt von der dritten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die multiethnische Bukowina im Grenzgebiet zwischen den heutigen Staaten Ukraine und Rumänien führte. Der Ort Jacobeny war im frühen 19. Jahrhundert von Deutschen aus der heute slowakischen Region Zips ("Zipser Sachsen") gegründet worden. Im Jahr 1940 wurden sie infolge der deutsch-sowjetischen Aufteilung Zentraleuropas in verschiedene, u.a. neu annektierte Gebiete, umgesiedelt ("Heim ins Reich").
Bergbauern
Museum Europäischer Kulturen
Drei Männer mit Hüten, Baumwollkleidung und (Fell-) Westen sowie eine Frau mit Kopftuch und u.a. farbiger Schürze. Aufnahme stammt von der vierten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in das multiethnische Maramures in Rumänien führte. Neben Deutschen, die im 19. Jahrhundert aus der heute slowakischen Zips gekommen waren, gab es hier auch Ruthenen (Ukrainer), Rumän*innen sowie Jüdinnen und Juden (vgl. VIII Eu 3413 - 3415).
Kirche
Museum Europäischer Kulturen
Holzkirche. Die Aufnahme stammt von der vierten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in das multiethnische Maramures in Rumänien führte. Neben Deutschen, die im 19. Jahrhundert aus der heute slowakischen Zips gekommen waren, gab es hier auch Ruthenen (Ukrainer), Rumän*innen sowie Jüdinnen und Juden (vgl. VIII Eu 3413 - 3415).
Topfständer
Museum Europäischer Kulturen
Keramikkrüge und Blecheimer, aufgereiht auf einem Holzständer. Davor drei Frauen mit Kopftuch, sitzend. Entstanden vermutlich im Kontext des "Sonntagstanzes" (vgl. Fotos 3889-3992). Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Mädchen in Sonntagstracht
Museum Europäischer Kulturen
Junge Frau mit blonden, zurückgebundenen Haaren und Kleid mit Münzbehängen und Spitzenverzierungen an den Säumen. Kontext ist der "Sonntagstanz" (vgl. Fotos 3889-3991). Foto im Bereich des Gesichts leicht beschädigt. Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Zuschauer beim Tanz
Museum Europäischer Kulturen
Foto gehört vermutlich zu 3889 und müsste folglich eher "Zuschauerinnen beim Tanz" heißen, da sich nur Frauen und Mädchen im Publikum befinden. Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Sonntagstanz auf dem Bauernhof
Museum Europäischer Kulturen
Drei junge Frauen halten sich zum Tanz umschlungen. Größere Menge an Frauen und Mädchen als Zuschauerinnen. Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Deutscher Gastwirt
Museum Europäischer Kulturen
Mittelalter Mann mit Ehering und Zigarette. Entstanden vermutlich im Kontext des "Sonntagstanzes" (vgl. Fotos 3889-3992). Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Kissendecke mit deutschem Hausspruch
Museum Europäischer Kulturen
Kissenbezug mit Hausspruch "Rein wie der hellste Edelstein - ist Mutterliebe ganz-allein". Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Deutscher Bauer spielt zum Tanz
Museum Europäischer Kulturen
Mann in Anzug mit Geige/Violine. Foto in einem Kontext mit Nr. 3889 & 3990. Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Bauern auf dem Weg zur Kirche
Museum Europäischer Kulturen
Drei Männer in Sonntagskleidung auf unbefestigter Straße. Wohnhaus und Strommast im Hintergrund. Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Dorfstraße
Museum Europäischer Kulturen
Zwei Frauen und ein Mann in Festtagskleidung auf unbefestigter Straße. Im Hintergrund ist eine Kirche zu sehen. Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).
Holzbrandtechnik
Museum Europäischer Kulturen
Dokumentation der Holzverarbeitung und der Holzbrandkunst im bulgarischen Oreschak bei Troyan. Das Bild stammt vom Sammler Gustav-Adolf Küppers. Er besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. Küppers war neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs. In Trojan, wo das Objekt erworben wurde, besuchte Küppers u.a. auch das bedeutende Kloster. Zudem erwarb er viele Objekte aus Keramik und dokumentierte ausführlich die Holzbrandtechnik und Holzmalerei, für die die Stadt bekannt ist. Es befinden sich weitere Fotos und Objekte hierzu in der Sammlung des MEK.
Junger Mann mir Kippa/Jarmulka
Museum Europäischer Kulturen
Junger Mann mit einer einfachen Kippa/Jarmulka aus Stoff sowie Pejes ("Schläfenlocken"). Die Originalbezeichnung des Bilder war "Jude". Die Aufnahme stammt von der vierten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die Stadt Borscha im multiethnischen Maramures in Rumänien führte. Neben Deutschen, die im 19. Jahrhundert aus der heute slowakischen Zips gekommen waren, gab es hier auch Ruthenen (Ukrainer), Rumän*innen sowie Jüdinnen und Juden. In Borşa lebten noch 1930 etwa 2.500 Jüdinnen und Juden (bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 11.000). Schon zu dieser Zeit wurden sie Opfer antisemitischer Angriffe. So wurde das jüdische Viertel der Stadt schon 1930 von Mitglieder der faschistischen "Eisernen Garde" zerstört. Seit 1940 gehörten die Region und die Stadt zu Ungarn; alle Jüd*innen wurden im Mai 1944 deportiert und die meisten von ihnen in Konzentrationslagern ermordet. Im Jahr 1956 lebten nur noch rund 150 jüdische Personen in der Stadt. Der Fotograf publizierte seine Fotos und Eindrücke von seinen Reisen durch Südosteuropa u.a. in nationalsozialistischen Blättern wie "Volk und Rasse". Auch war er neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser Wilhelm Instituts für Eugenik unterwegs, einem der Hauptakteure nationalsozialistischer "Rassenforschung". Es konnten jedoch keine Hinweise gefunden werden, dass Bilder von Jüd*innen aus der Sammlung Küppers am MEK für diese Publikationen verwendet wurden.
Mann mit Bart
Museum Europäischer Kulturen
Mann mit Bart und Pejes ("Schläfenlocken") sowie mit Hut mit breiter Krempe. Die Originalbezeichnung des Bilder war "Jude". Die Aufnahme stammt von der vierten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die Stadt Borscha im multiethnischen Maramures in Rumänien führte. Neben Deutschen, die im 19. Jahrhundert aus der heute slowakischen Zips gekommen waren, gab es hier auch Ruthenen (Ukrainer), Rumän*innen sowie Jüdinnen und Juden. In Borşa lebten noch 1930 etwa 2.500 Jüdinnen und Juden (bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 11.000). Schon zu dieser Zeit wurden sie Opfer antisemitischer Angriffe. So wurde das jüdische Viertel der Stadt schon 1930 von Mitglieder der faschistischen "Eisernen Garde" zerstört. Seit 1940 gehörten die Region und die Stadt zu Ungarn; alle Jüd*innen wurden im Mai 1944 deportiert und die meisten von ihnen in Konzentrationslagern ermordet. Im Jahr 1956 lebten nur noch rund 150 jüdische Personen in der Stadt. Der Fotograf publizierte seine Fotos und Eindrücke von seinen Reisen durch Südosteuropas u.a. in nationalsozialistischen Blättern wie "Volk und Rasse". Auch war er neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser Wilhelm Instituts für Eugenik unterwegs, einem der Hauptakteure nationalsozialistischer "Rassenforschung". Es konnten jedoch keine Hinweise gefunden werden, dass Bilder von Jüd*innen aus der Sammlung Küppers am MEK für diese Publikationen verwendet wurden.
Alte Flechtwerkhäuser über dem Ossamfluss
Museum Europäischer Kulturen
Das Bild stammt vom Sammler Gustav-Adolf Küppers. Er besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. In diesem Text wird auch der rassenbiologische Aspekt von Küppers Reisen deutlich, der neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs war und für dieses Fotografien und Handabdrücke anfertigte. In Trojan, wo das Foto gemacht wurde, besuchte Küppers u.a. auch das bedeutende Kloster. Zudem erwarb er viele Objekte aus Keramik und dokumentierte ausführlich die Holzbrandtechnik und Holzmalerei, für die die Stadt bekannt ist.
Spinnende Frau mit gedrechseltem Spinnstock
Museum Europäischer Kulturen
Das Bild stammt vom Sammler Gustav-Adolf Küppers. Er besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. Neben dem Museum war Küppers auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs und fertigte für dieses Fotografien und Handabdrücke an. In Trojan, wo das Foto gemacht wurde, besuchte Küppers u.a. auch das bedeutende Kloster. Zudem erwarb er viele Objekte aus Keramik und dokumentierte ausführlich die Holzbrandtechnik und Holzmalerei, für die die Stadt bekannt ist. Auch weitere Bilder von der Wollverarbeitung befinden sich in der Sammlung.
Frau arbeitet mit der Garnspanngabel
Museum Europäischer Kulturen
Das Bild stammt vom Sammler Gustav-Adolf Küppers. Er besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. Neben dem Museum war Küppers auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs und fertigte für dieses Fotografien und Handabdrücke an. In Trojan, wo das Foto gemacht wurde, besuchte Küppers u.a. auch das bedeutende Kloster. Zudem erwarb er viele Objekte aus Keramik und dokumentierte ausführlich die Holzbrandtechnik und Holzmalerei, für die die Stadt bekannt ist. Auch weitere Bilder von der Wollverarbeitung befinden sich in der Sammlung.
Frau am Spulrad mit Spulrahmen
Museum Europäischer Kulturen
Das Bild stammt vom Sammler Gustav-Adolf Küppers. Er besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. Neben dem Museum war Küppers auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs und fertigte für dieses Fotografien und Handabdrücke an. In Trojan, wo das Foto gemacht wurde, besuchte Küppers u.a. auch das bedeutende Kloster. Zudem erwarb er viele Objekte aus Keramik und dokumentierte ausführlich die Holzbrandtechnik und Holzmalerei, für die die Stadt bekannt ist. Auch weitere Bilder von der Wollverarbeitung befinden sich in der Sammlung.
Junge mit Mütze
Museum Europäischer Kulturen
Junge mit einer einfachen Mütze/Kappe. Er trägt die unter chassidischen Juden üblichen Pejes ("Schläfenlocken"). Die Originalbezeichnung des Bilder war "Jude". Die Aufnahme stammt von der vierten Reise des Sammlers Gustav-Adolf Küppers, die ihn u.a. in die Stadt Borscha im multiethnischen Maramures in Rumänien führte. Neben Deutschen, die im 19. Jahrhundert aus der heute slowakischen Zips gekommen waren, gab es hier auch Ruthenen (Ukrainer), Rumän*innen sowie Jüdinnen und Juden. In Borşa lebten noch 1930 etwa 2.500 Jüdinnen und Juden (bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 11.000). Schon zu dieser Zeit wurden sie Opfer antisemitischer Angriffe. So wurde das jüdische Viertel der Stadt schon 1930 von Mitglieder der faschistischen "Eisernen Garde" zerstört. Seit 1940 gehörten die Region und die Stadt zu Ungarn; alle Jüd*innen wurden im Mai 1944 deportiert und die meisten von ihnen in Konzentrationslagern ermordet. Im Jahr 1956 lebten nur noch rund 150 jüdische Personen in der Stadt. Der Fotograf publizierte seine Fotos und Eindrücke von seinen Reisen durch Südosteuropa u.a. in nationalsozialistischen Blättern wie "Volk und Rasse". Auch war er neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser Wilhelm Instituts für Eugenik unterwegs, einem der Hauptakteure nationalsozialistischer "Rassenforschung". Es konnten jedoch keine Hinweise gefunden werden, dass Bilder von Jüd*innen aus der Sammlung Küppers am MEK für diese Publikationen verwendet wurden.