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Objektbeschreibung

Behälter aus Kupferblech mit Einlassung für den Docht; Aufhängung aus Eisen. Auf der Karteikarte ist die in der volkskundlichen Sachkulturforschung, ursprünglich aus dem Norddeutschen stammende Bezeichnung "Hängekrüsel" angegeben.

Die Lampe wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben.

Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". 

Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Die von Küppers gesammelten Objekte aus dem heutigen Nordmazedonien wurden - entsprechend der damaligen politischen Verhältnissen im jugoslawischen Staat - den "Serben" zugeordnet.