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Objekttyp: Öllampe
Pelikan
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Zwischen den halbgeöffneten Flügeln eines Pelikans, der sich mit seinem Schnabel die Brust aufreißt, befindet sich eine Maske mit einem weit geöffneten Maul. Daraus erwächst eine hoch stehende Eingussöffnung. Aus der Tierfratze darunter ragt ein stilisierter Rüssel heraus, der als Dochthalter dient. Die Unterseite der Basis ziert in Flachrelief eine bärtige Maske mit Hörnern.
Ethnologisches Museum
Bronzeguss, verziert Rundbauchiges Gefäß mit zwei fast parallelen, in abgeflachten Tüllen endenden Schnäbeln, einer quadratischen Ausbuchtung an der Rückseite und einem befestigten Deckel. Rechte und linke Bauchseite mit Hasendarstellung vor Ornamenten, darüber ein den ganzen Lampenbauch umspannendes Ornamentband. Schnabelaußenseiten und -oberseiten verziert, Deckel mit rundem Knauf und einfachen Verzierungen, Reste einer roten Lackbemalung (?).
Ethnologisches Museum
Öllampe, mehrteilig, auf breitem Ständer mit Schirm, tulpenförmiger Aufsatz. Ölwanne mit zwei Giessern, reich mit Arabesken verziert.
Metalllämpchen
Museum Europäischer Kulturen
Behälter aus Kupferblech mit Einlassung für den Docht; Aufhängung aus Eisen. Auf der Karteikarte ist die in der volkskundlichen Sachkulturforschung, ursprünglich aus dem Norddeutschen stammende Bezeichnung "Hängekrüsel" angegeben. Die Lampe wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Die von Küppers gesammelten Objekte aus dem heutigen Nordmazedonien wurden - entsprechend der damaligen politischen Verhältnissen im jugoslawischen Staat - den "Serben" zugeordnet.
Faunkopf
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Antike Öllampen, die allerdings nur aus Kopf und Hals bestehen, mit extrem vorspringendem Unterkiefer, dienten als Prototypen für diese Komposition. Die Öllampe der Skulpturensammlung unterscheidet sich von den antiken Prototypen und deren Kopien aus der Renaissance durch ihr größeres Format und den Lorbeerkranz als Kopfschmuck, der erst in der Renaissance vorkommt. Ein Lorbeerblatt schmückt außerdem den fragmentarisch erhaltenen hinteren Teil des Deckels an der Eingußöffnung für das Öl, die sich an der Stirn befindet.
Kniender Atlas mit Himmelsglobus
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Darstellung des Riesen Atlas, der den Himmel mit Gestirnen schultert, gehörte ursprünglich zu einer umfangreicheren Komposition, die in einer größeren Bronze in der Frick Collection in New York vollständig erhalten ist. Der als Öllampe zu benutzende Himmelsglobus wurde demnach von einem nackten Knäblein, das als Christus zu deuten ist, bekrönt. Auf einem dreieckigen Postament ist dort neben dem Atlas auch ein Gefäß mit Deckel angebracht, das für die Aufnahme von Tinte vorgesehen war.
Museum Europäischer Kulturen
Öllampe aus Messing, ohne Dekor, mit Henkel und an einer Kette angehängtem Verschlussapplikat, ohne Gravur.
Museum Europäischer Kulturen
Öllampe aus Messing, mit einer skulpturalen Figurengruppen (Vögel), mit flachem Henkel, mit ornamentaler Gravur.