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Standfigur eines Königs (Amenemhet III.?) in Beterhaltung


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Objektbeschreibung

Der kurze, nach vorn ausgreifende Schurz sowie das gestreifte Kopftuch mit der Uräusschlange an der Stirn gehören zur königlichen Tracht. Wegen der fehlenden Inschrift kann die Statue keinem bestimmten Herrscher zugewiesen werden. Pharao tritt in dieser Statue als Betender vor eine Gottheit, weshalb vermutet werden kann, dass die Figur im Tempel aufgestellt gewesen war. Die Haltung ist aber nicht demutsvoll, sondern strahlt durch die dynamische Vorwärtsbewegung und den erhobenen Kopf großes Selbstbewusstsein aus. Dies zeichnet die Herrscher des Mittleren Reiches (2100-1750 v. Chr.) aus, insbesondere Sesostris III. und seinen Sohn Amenemhet III. Sie treten als souveräne Mittler zwischen den Menschen und Göttern auf, tragen die Bitten an die Gottheiten heran und setzten in deren Namen die Weltordnung (Maat) durch. Sichtbares Merkmal für diese offene Haltung sind die großen abstehenden Ohren: sie hören auf die Anliegen ihrer Untertanen, um danach entsprechend zu handeln.
(O. Zorn)