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Die Verkündigung Mariae


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Objektbeschreibung

Dieses Meisterwerk eines der bedeutendsten Maler und Plastiker des 16. Jh. im Piemont verrät sowohl die Kenntnis der Werke Leonardo da Vincis, als auch eine Neigung in Richtung Manierismus.
Ferrari, der im Sesiatal im Norden der Region geboren wurde, war hauptsächlich in den relevanten Kunstzentren Varallo Sesia und Vercelli tätig, obwohl sein erstes bemerkenswertes Werk das 1511 entstandene Polyptychon in der Collegiata von Arona am Lago Maggiore ist. In seinen letzten Jahren, ab 1537, zog Ferrari nach Mailand um.
Auch die Berliner Verkündigung wurde als relativ frühes Werk Gaudenzio Ferraris eingestuft, und auf die Zeit um 1516-17 datiert. Einige Kunsthistoriker (besonders Filippo Maria Ferro, in: Napoleone in Piemonte. Capolavori ritrovati, Ausst.-Kat., hrsg. von Bruno Ciliento (Alba), Savigliano 2005, S. 224-227 Kat. 38; und Edoardo Villata: Gaudenzio Ferrari: un polittico in discussione e un crocevia del Cinquecento italiano, in: „Paragone“, LIX, Dritte Serie, Nr. 78 (697), März 2008, S. 31-56) sind der Meinung, dass diese Tafel ursprünglich zu einem mehrteiligen Werk (Polyptichon) gehörte.
Die jüngste Rekonstruktion (Villata) verweist auf eine Provenienz aus dem alten Dom zu Vercelli (Sant’Eufemia). Die Verkündigung wäre mittig in der oberen Reihe platziert gewesen, flankiert von den Hl. Catharina von Alexandrien und Apollonia (links; Turin, Museo Civico) und den hl. Lucia und Barbara (rechts; Aufbewahrungsort unbekannt, keine moderne Dokumentation vorhanden).
In unterer Reihe hätten links und rechts der Hl. Johannes der Täufer bzw. der Hl. Peter mit einem Stifter (beide Tafeln Turin, Galleria Sabauda) sich befinden sollen, seitlich zum zentralen Bild der Madonna mit dem Kind (Mailand, Pinacoteca di Brera, unten beschnitten).

SIGNATUR / INSCHRIFT: ave/maria