Logo

Marienaltar aus St. Gereon


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Bei dem großen Triptychon handelt es sich um das ehemalige Hochaltarretabel der Stiftskirche St. Gereon in Köln. Es wurde gegen 1420 von einem Maler geschaffen, der in der Tradition des bedeutendsten Kölner Künstlers der Zeit stand, des sogenannten Meisters der Heiligen Veronika.
Das Werk besteht zum größten Teil aus Tafelmalereien. Auf der Außenseite der Flügel, die an den meisten Tagen des Jahres zu sehen war, ist die Verkündigung an Maria dargestellt: Maria kniet links vor einem Betpult, ihr gegenüber der Erzengel Gabriel mit einem Zepter.
Die Flügel des Altars wurden nur an Sonn- oder Feiertagen geöffnet. Dem Anlass entsprechend zeigen die Bildfelder hier einen reichen Goldgrund in aufwendiger Rahmung. Im Zentrum befindet sich eine Figurennische. Sie war der wichtigsten Heiligen des Altars vorbehalten, die aufgrund ihrer Bedeutung dreidimensional als Skulptur gearbeitet war. Es dürfte sich dabei auch ursprünglich um eine Marienfigur gehandelt haben, da die Verkündigung auf den Außenflügeln im Inneren die Darstellung des Jesusknaben erforderte. Heute steht eine zeitgenössische, jedoch nicht ursprünglich zugehörige Madonnenskulptur in dieser Nische. Die Bildfelder seitlich davon zeigen auf einem schmalen Bodenstück stehende Heilige. Rechts sind Helena und Gereon dargestellt. Ihnen war der Hochaltar geweiht, auf dem das Retabel ursprünglich aufgestellt war. Als legendäre Kirchenstifter tragen sie die Modelle des spätantiken Zentralgebäudes der Kölner Pfarrkirche St. Gereon und des im Hochmittelalter daran angebauten Langhauses. Links sieht man Gereon und Maurus, auf den Flügelinnenseiten dann Barbara und Katharina sowie Stephanus und Elisabeth.