urnenförmige Vase mit geometrischem Ornament
Objektbeschreibung
Im Art Deco wurde auf dem Gebiet der Verarbeitung unedler Metalle
endgültig nachgeholt, was für die sonstigen kunsthandwerklichen
Materialien schon im Historismus erfolgt war: Die Auslotung aller
technischen Möglichkeiten zu neuer dekorativer Gestaltung. Der Franzose
Jean Denand (vgl. Inv. Nr. 1971,4) ist darin vorangegangen, indem er
schon bald nach 1900 Zinn und andere unedle Metalle mit Blei, Nickel,
Stahl, Gold und Silber, Email, farbigem Lack, ja sogar mit Eierschalen,
gemeinsam verarbeitete. In seiner Nachfolge kam auch der etwas jüngere
Claudius Linossier zu meisterhaften Ergebnissen. Seine urnenförmige
Vase, deren einfaches Ornament von frühgeschichtlicher oder
afrikanischer Gefäß-Keramik inspiriert zu sein scheint, ist aus Kupfer,
und die Muster sind im Feuer rot patiniert oder geätzt und anschließend
mit Gold, Silber oder Ferronickel plattiert.
B. Mundt, Bildführer KGM, 1985/89, Kat. Nr. 334
MAKR