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Teller mit Urteil des Paris ("Chine de commande")


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Objektbeschreibung

Im 17. und 18. Jahrhundert exportierte China große Mengen seines Porzellans nach Europa. Die „Ostindischen Handelskompagnien“ agierten als Vermittler. Geliefert wurden die Porzellane meist an Händler aus Holland, England und anderen Handelsnationen, die sie dann weiter verkauften. Chinesische Maler dekorierten die Porzellane in Werkstätten in der Nähe der Hafenstadt Kanton (Guangzhou). Dabei verbanden sie die ihnen fremden Motive aus Europa mit eigenen Bildvorstellungen.
Dargestellt ist die antike Geschichte des Parisurteils: Paris überreicht den Apfel der in der Mitte stehenden Aphrodite als schönster Göttin. Hera und Athena gehen leer aus. Als Vorlage diente ein Kupferstich, der vermutlich auf ein Gemälde aus dem Umkreis von Jan Brueghel d. J. (1616-1678) zurückging. Die Geschichte war dem chinesischen Maler jedoch fremd. Athena in Rückenansicht schien er wegen ihres Helms für einen Mann gehalten zu haben. Der Apfel wird zu einem undefinierbaren Gegenstand. // ClKa