Salznapf mit Sphingen
Objektbeschreibung
Da Salz im frühen 17. Jahrhundert ein kostbares Gewürz war, gestaltete man die Gefäße dafür aufwendig und platzierte sie als Schauobjekte auf die gedeckte Tafel. In diesem Fall handelt es sich um Majolika, also zinnglasierte Keramik, die mit Renaissanceornamentik verziert ist. Dafür typisch sind die antikisierenden, plastisch modellierten Sphingen (die vier geflügelten Frauenoberkörper an den Ecken) und die gemalte Grotesken. Ähnliche Gefäße entstanden auch in weiteren Majolikazentren Italiens, zum Beispiel in Urbino (vgl. im Kunstgewerbemuseum das Gefäß mit der Inv. Nr. W-1986,31) und in Spanien. // Lit.: Tjark Hausmann: Majolika und Fayence. Vermächtnis Rolf Lahr, Berlin 1986 (=Kataloge des Kunstgewerbemuseums Bd. XI), S. 46, Kat. Nr. 32 // ClKa