Der Müller aus Flandern
Objektbeschreibung
Dieses Plakat von Hans Rudi Erdt bewirbt den Film "Jan Vermeulen, der Müller aus Flandern". Es handelt sich dabei um einen deutschen Stummfilm aus dem Jahre 1917 von Georg Jacoby, ein Drama mit kriegspropagandistischen Anklängen.
Große Schrift und klare Formgebung prägen die Handschrift des Gestalters Hans Rudi Erdt, der als Mitbegründer des Berliner Sachplakats gilt, einem neuen Reklametypus des frühen 20. Jahrhunderts. 1908 zog Erdt von München nach Berlin und entwickelte den für ihn charakteristischen Stil. In Werbeplakaten für Produkte oder Veranstaltungen tauchen oft Figuren auf: Herren in Anzügen oder Schirmkappen werben für Zigaretten, Rennautos und Sportausrüstung, eine elegant gekleidete Frau genießt Sekt an einer Bar, ein Seemann kündigt eine Schiffbau-Ausstellung an. In den Jahren 1915 bis 1918 stellte Erdt seine Arbeit auch in den Dienst der Kriegsmaschinerie: Es entstanden zahlreiche Plakate für propagandistische Filme.
Hans Rudi Erdt arbeitete seit 1908 für die „Kunstanstalt Hollerbaum und Schmidt“, eine Berliner Druckerei und Werbeagentur, die wegweisend für den Umbruch zur Moderne in der Plakatgestaltung und Druckgrafik war. Gegründet 1897 von Erich Gumprecht, etablierte sie eine neue Form der Werbung in Deutschland. Vom Entwurf bis zum fertigen Druckerzeugnis bot Hollerbaum und Schmidt erstmals alle reklamerelevanten Dienstleistungen gebündelt an. Erfolg brachte vor allem eine weitere Innovation: Die Kunstanstalt nahm moderne, junge Plakatkünstler*innen unter Vertrag, die exklusiv für sie arbeiteten und ihren Stil prägten. So entwickelte sich das Berliner Sachplakat – eine ornamentfreie Gestaltungsart, die auf Fernwirkung abzielte. Vor meist einfarbigem Hintergrund treten die Motive klar hervor und konzentrieren die Aussage des Plakats.
(Text: Christina Thomson / Christina Dembny)
Große Schrift und klare Formgebung prägen die Handschrift des Gestalters Hans Rudi Erdt, der als Mitbegründer des Berliner Sachplakats gilt, einem neuen Reklametypus des frühen 20. Jahrhunderts. 1908 zog Erdt von München nach Berlin und entwickelte den für ihn charakteristischen Stil. In Werbeplakaten für Produkte oder Veranstaltungen tauchen oft Figuren auf: Herren in Anzügen oder Schirmkappen werben für Zigaretten, Rennautos und Sportausrüstung, eine elegant gekleidete Frau genießt Sekt an einer Bar, ein Seemann kündigt eine Schiffbau-Ausstellung an. In den Jahren 1915 bis 1918 stellte Erdt seine Arbeit auch in den Dienst der Kriegsmaschinerie: Es entstanden zahlreiche Plakate für propagandistische Filme.
Hans Rudi Erdt arbeitete seit 1908 für die „Kunstanstalt Hollerbaum und Schmidt“, eine Berliner Druckerei und Werbeagentur, die wegweisend für den Umbruch zur Moderne in der Plakatgestaltung und Druckgrafik war. Gegründet 1897 von Erich Gumprecht, etablierte sie eine neue Form der Werbung in Deutschland. Vom Entwurf bis zum fertigen Druckerzeugnis bot Hollerbaum und Schmidt erstmals alle reklamerelevanten Dienstleistungen gebündelt an. Erfolg brachte vor allem eine weitere Innovation: Die Kunstanstalt nahm moderne, junge Plakatkünstler*innen unter Vertrag, die exklusiv für sie arbeiteten und ihren Stil prägten. So entwickelte sich das Berliner Sachplakat – eine ornamentfreie Gestaltungsart, die auf Fernwirkung abzielte. Vor meist einfarbigem Hintergrund treten die Motive klar hervor und konzentrieren die Aussage des Plakats.
(Text: Christina Thomson / Christina Dembny)