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Kanallandschaft bei Teltow


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Objektbeschreibung

Dargestellt ist eine durch Industrie und Stadtnähe geprägte karge Landschaft, wiedergegeben in einer hellen, spröden Malweise. Der Teltowkanal war erst wenige Jahre zuvor, 1906, in Betrieb genommen worden, noch war das Umfeld nicht wieder bewachsen. Über die Brücke im Hintergrund führt der heutige Teltower Damm, dahinter erahnt man die Gebäude der Gemeinde Teltow. Derlei Motive entsprachen dem Lebensgefühl der jüngeren Generation in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, sie war des Ästhetizismus und der heiteren Motive des Impressionismus überdrüssig geworden. „Unter Van Goghs Führung erhebt sich eine neue Monumentalisierung des Schlichten, Häßlichen und Alltäglichen“, schrieb Richard Hamann in Bezug auf Rösler (Richard Hamann, Die deutsche Malerei im 19. Jahrhundert, Leipzig/Berlin 1914, S. 355). Der Künstler, der ebenso wie sein Freund Max Beckmann innerhalb der Berliner Secession als vielversprechendes Talent galt, opponierte wie dieser in Haltung, Motivwahl und Malweise gegen die erstarrten Verhältnisse. Eine Lithografie von 1911 zeigt das gleiche Motiv. Sie wurde in Röslers im selben Jahr erschienene Mappe „Sechs Lithographien aus der Umgebung Berlins“ aufgenommen. | Angelika Wesenberg