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Landhaus in Travemünde


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Objektbeschreibung

Mit der Idee des Landhauses verbindet sich seit der Antike die Vorstellung von einem kultivierten Leben im Einklang mit der Natur. Meist entspricht der Sehnsucht nach dem friedvollen Dasein auf dem Lande eine komplizierte städtische Gegenwelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Motiv „Landhaus“ in der Kunst besonders verbreitet. Und wer es sich leisten konnte, erwarb selbst ein entsprechendes Anwesen. Im französischen wie deutschen Impressionismus begegnen zahlreiche Ansichten von Landhäusern, meist durch eine Baumkulisse abgeschirmt, so in Édouard Manets „Landhaus in Rueil“ (1882, A I 970) und Max Liebermanns „Landhaus in Hilversum“ (1901, A II 158). Anders als in diesen beiden Darstellungen vornehmer und bildbeherrschender Häuser nimmt bei Hübner der klare blaue Himmel mehr als die Hälfte der Komposition ein. Die Silhouetten der noch unbelaubten Bäume heben sich davor ab. Das breit gelagerte Haus dominiert weder farblich noch durch seine Größe. Der Berliner Maler Hübner, erfolgreicher Secessionist, verbrachte ab 1906 regelmäßig die Sommerwochen in Travemünde. 1908 erwarb er dort ein eigenes Haus. | Angelika Wesenberg