Frauenbildnis
Objektbeschreibung
Das in Paris entstandene Bild wurde zunächst – nach Erinnerungen des Bruders der Künstlerin – von dem Bildhauer Anatole Marquet Vasselot angekauft, bevor es 1880 von der Kaiserlichen Botschaft in Paris zum Ankauf für die Nationalgalerie nach Berlin geschickt worden war. Laut Biographie Nationale de Belgique soll es sich um ein Selbstbildnis handeln, was jedoch durch keine andere Quelle, insbesondere auch nicht durch die Aufzeichnungen des Bruders bestätigt wurde (vgl. Biographie Nationale de Belgique, Bd. 16, Brüssel 1901, Sp. 65–66). Das Bildnis ist im Stile van Dycks ausgeführt. Die Dargestellte trägt ein schwarzes, historisierendes Kostüm des 17. Jahrhunderts mit feinen Spitzen an Ärmelaufschlägen und Dekolleté; auffällig sind die vor der Brust verschränkten Arme und die Handhaltung mit den gespreizten Fingern. Im Hintergrund eine Landschaft. | Claude Keisch