Logo

FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Von ellipsoidem Querschnitt weitet sich der Glockenkörper von der Deckplatte zur sichelförmig abschließenden Lippe hin aus. Ein schmaler hoher, gekanteter und unverzierter Bügel, an dem die Glocke herabhing, bekrönt die Deckplatte. Das nahezu querrechteckige Feld der oberen Glockenwand wird auf beiden Seiten von Buckeldreierreihen gesäumt, die in der Art von aufgerollten Schlangenleibern gebildet sind. Sie ordnen sich um eine in flachem Relief angelegte taotie-Maske. Das Anschlagfeld der unteren Glockenwand zeigt ein gegenständig um die Anschlagscheibe angeordnetes beinloses Drachenpaar mit zurückgewendeten Köpfen. Diese Glocke gibt wie jene aus der Sammlung Klingenberg (1966-22) mit ihrer an der Vergangenheit orientierten Dekorsprache Zeugnis für das schon früh einsetzende Phänomen des Archaismus in der frühen chinesischen Bronzekunst.