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Objekttyp: Deckelkrug
Deckelkrug in Birnform mit Wappen der sächsischen Familie von Schönleben
Kunstgewerbemuseum
Der aus dem Altbestand des Kunstgewerbemuseums stammende birnförmige Krug hat einen teils farbig bemalten Reliefdekor aus schrägen Zierbändern, Kerbmuster und Palmetten. Deckel, Deckelhandhabe und Fußring sind aus Zinn gefertigt. Das Hauptmotiv bildet das Wappen der sächsischen Familie von Schönleben: Der Schild ist quadriert und zeigt die Motive Jungfrau/Engel, Löwe, Keilerkopf und drei Kugeln. Angehörige der Familie stellten Bürgermeister der Stadt Freiberg, so auch Jonas von Schönleben. Der Dresdener Forscher Josef Horschik vermutete, dass der Krug um 1670/80 für ihn angefertigt und in Freiberg durch Samuel Günther den Ä. montiert wurde (diesbezügliche Korrespondenz im Archiv KGM). Den Zinndeckel ziert ein Blumenrelief. ClKa
Schnelle mit drei Wappen
Kunstgewerbemuseum
Die sog. Schnelle, ein hoher, schlanker, zylindrischer Krug mit C-förmigem Henkel und montiertem Zinndeckel, ist eine für die rheinischen Steinzeuge typische Krugform. Der helle, graue Steinzeugscherben ist nur mit einer Salzglasur versehen und wirkt durch den feinen Reliefdekor. Dieser zeigt drei Wappen (Dänemark, England, Schweden?), dazwischen Fruchtwerk. Ein Wappen ist mit der auf dem Kopf stehenden Inschrift "hony soyt quy mal y pense" versehen, altfranzösisch für "Honni soit qui mal y pense" (Verhöhnt sei, der Böses dabei denkt) - der Devise des englischen Hosenbandordens. Ein weiteres Wappen ist mit den Buchstaben "K.V.S." bezeichnet. Des Weiteren findet sich das Monogramm "H.H." auf dem Krug, das dem in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts tätigen Siegburger Töpfer Hans Hilgers zugeordnet wird. // ClKa
sog. Briotkrug, mit Sinnbildern der Geduld und Mässigung
Kunstgewerbemuseum
Deckelkrug mit Verzierung in Reliefguss; sog. Briotkrug. Auf dem konisch verjüngten Mantel zwischen Rollwerkornamenten, Fruchtgehängen und kleinen Putten drei ovale Medaillons mit allegorischen Figuren, durch Unterschriften als Patientia, Solertia und Non vi bezeichnet, freien Wiederholungen von drei allegorischen Darstellungen auf dem Rande der Marsschüssel des François Briot, dort als Africa, Europa und Asia bezeichnet (Africa entspricht der Patientia, Europa der Solertia und Asia der Non vi, statt des Dromedars ein Löwe). Auf dem gewölbten Deckel Ornamente im Rollwerkstil mit Masken, Fruchtbündeln, Putten, Kartuschen und Bändern. Auf dem aus zwei Voluten gebildeten Henkel eine weibliche Karytide. (Hintze VII, Nr. 684)
Krug mit Szenen der Schöpfungsgeschichte
Kunstgewerbemuseum
Leicht konisch nach oben verjüngter Körper mit drei umlaufenden, durch glatte, mit Perlstäben eingefasste Bänder getrennte Reliefzonen. Gewölbter, in der Mitte mit einer weiteren Wölbung versehener Deckel mit zwei umlaufenden Relieffriesen mit Akanthuslaub außen und drei Köpfen in Rundrahmen, dazwischen Rollwerk und Rosetten, Deckeldrücker und Bandhenkel. Deckelknauf fehlt. Breiter, gerillter Fußring. Reliefzonen: Oben und unten Engelsköpfe und Halbfiguren zwischen Rollwerk und Blüten in Wiederholung. In der Mitte sechs gerahmte Rundfelder mit Erschaffgung Evas, Sündenfall, Vermahnung, Vertreibung aus dem Paradies, Adam und Eva als Arbeiter und nochmals Vermahnung. Dazwischen Rollwerk mit Halbfiguren und Früchten. Ohne Marken. GR (Hintze I, Nr. 174 b)
Schnelle mit alttestamentarlichen Szenen zu Samson
Kunstgewerbemuseum
Die sog. Schnelle, ein hoher, schlanker, zylindrischer Krug mit C-förmigem Henkel und montiertem Zinndeckel, ist eine für die rheinischen Steinzeuge typische Krugform. Der helle, graue Steinzeugscherben ist nur salzglasiert und wirkt durch den feinen Reliefdekor. In drei reliefierten Längsstreifen sind zentral jeweils ein gerahmtes Bildfeld mit figürlicher Szene und unten ein von zwei Jungen gehaltenes Inschriftschild mit Erläuterungen zur Darstellung eingebracht. Im oberen Bereich eine feine Groteskenornamentik. Dargestellt sind alttestamentarliche Szenen aus dem Buch der Richter zur Samson-Geschichte: Das Opfer seines Vaters Manoah mit dem Engel ("Manoah Judic 13"); Samson, den Löwen besiegend ("Samson bricht den Leve"); der im Schoß der Dalila schlafende Samson, die ihm betrügerisch das Haar abschneidet und ihm damit das Geheimnis seiner Stärke nimmt ("Delila bedregt Samson"). Das jeweils unter den Schilden, in unterschiedlicher Schreibweise zu findende Monogramm "F.T." wird dem Siegburger Töpfer Franz Trac zugeordnet. Er schuf im Stil der Renaissance Patrizen für die Reliefdekore der Siegburger Steinzeuge. // ClKa
sog. Hansekanne
Kunstgewerbemuseum
Bauchige Kannen und -krüge mit Klappdeckeln aus Zinn fanden im ausgehenden Mittelalter weite Verbreitung. Sie dienten als Schank- bzw. Trinkgefäße für Wasser und Wein. Da sie besonders im norddeutschen und baltischen Raum verbreitet waren, werden sie auch zusammenfassend als Hansekannen bezeichnet. Bei zahlreichen dieser Gefäße befinden sich im Inneren - meist auf dem Boden, gelegentlich auch an der Unterseite des Deckels - angebrachte Reliefmedaillons mit christlichen Darstellungen: häufig die Kreuzigung Christi, seltener ein Agnus Dei, die Muttergottes oder Heiligenfiguren, gelegentlich auch Pilgerzeichen. Solche religiösen Zeichen in profanen Gefäßen sollten apotropäisch - also Unheil abwendend - wirken. Bei diesem aus Neiße (Schlesien) stammenden Deckelkrug zeigt das schlecht erhaltene Medaillon am Boden wohl den Evangelisten Markus. Lothar Lambacher
sog. Hansekanne
Kunstgewerbemuseum
Trinkkrug mit unten gebauchtem Körper und schlankem, am Lippenrand erweitertem Hals. Der Boden ist zugleich die Standfläche. Auf dem Henkelrücken eine Blattranke, im Boden ein Rundmedaillon mit dem geflügelten Markuslöwen und im Deckel eine Rosette in Reliefguss. (Hintze IV, Nr. 995) Bauchige Kannen und -krüge mit Klappdeckeln aus Zinn fanden im ausgehenden Mittelalter weite Verbreitung. Sie dienten als Schank- bzw. Trinkgefäße für Wasser und Wein. Da sie besonders im norddeutschen und baltischen Raum verbreitet waren, werden sie auch zusammenfassend als Hansekannen bezeichnet. Bei zahlreichen dieser Gefäße befinden sich im Inneren - meist auf dem Boden, gelegentlich auch an der Unterseite des Deckels - Reliefmedaillons mit christlichen Darstellungen: häufig - so auch bei dieser in Sagan (Schlesien) gefundenen Kanne - die Kreuzigung Christi, seltener ein Agnus Dei, die Muttergottes oder Heiligenfiguren, gelegentlich auch Pilgerzeichen. Solche religiösen Zeichen in profanen Gefäßen sollten apotropäisch - also Unheil abwendend - wirken. Lothar Lambacher
sog. Hansekanne
Kunstgewerbemuseum
Bauchige Kannen und -krüge mit Klappdeckeln aus Zinn fanden im ausgehenden Mittelalter weite Verbreitung. Sie dienten als Schank- bzw. Trinkgefäße für Wasser und Wein. Da sie besonders im norddeutschen und baltischen Raum verbreitet waren, werden sie auch zusammenfassend als Hansekannen bezeichnet. Bei zahlreichen dieser Gefäße befinden sich im Inneren - meist auf dem Boden, gelegentlich auch an der Unterseite des Deckels - Reliefmedaillons mit christlichen Darstellungen: häufig die Kreuzigung Christi, seltener ein Agnus Dei, die Muttergottes oder Heiligenfiguren, gelegentlich auch Pilgerzeichen. Solche religiösen Zeichen in profanen Gefäßen sollten apotropäisch - also Unheil abwendend - wirken. Bei diesem aus der Persante bei Kolberg (Pommern) geborgenen Exemplar befindet sich auf dem Gefäßboden ein Medaillon mit der Darstellung der Maria mit Kind und unter dem Deckel ein Kruzifix. Lothar Lambacher
Genesis-Szenen nach Plaketten von Peter Flötner
Kunstgewerbemuseum
Deckelkrug mit Verzierung in Reliefguss. Auf dem Mantel eine breite Zone mit vier Szenen aus der Genesis: Erschaffung der Eva, Sündenfall, Vermahnung und Vertreibung aus dem Paradies nach Plaketten von Peter Flötner. Darüber und darunter schmale Friese mit Putten und Ranken. Auf dem Henkelrücken Reliefverzierung. Auf dem Deckel drei Masken, zwei Füllhörner, zwei musizierende Halbfiguren, Laubwerk und Halbfiguren eines in Ranken ausgehenden Hirsches und Widders. (Hintze I, Nr. 1432 g)
Deckelkrug (Schnelle) mit Halbfiguren: Feldherr, Mars, Minerva
Kunstgewerbemuseum
Die sog. Schnelle, ein hoher, schlanker, zylindrischer Krug mit C-förmigem Henkel und montiertem Zinndeckel, ist eine für die rheinischen Steinzeuge typische Krugform. Der helle, graue Steinzeugscherben ist nur mit einer Salzglasur versehen und wirkt durch den feinen Reliefdekor. Drei Reliefstreifen sind mit einem je achteckigen Mittelstück verziert, darin links Minerva, in der Mitte ein Feldherr und rechts Mars - also Motive mit Kriegsbezug. Außerdem je ein oberes und ein unteres Feld mit Figuren und Blattwerk. Der Zinndeckel ist wohl eine spätere Hinzufügung. Die Schnelle ist in dem mittleren Achteckfeld mit der Jahreszahl "1577" datiert. // ClKa
Dickbauchiger Deckelkrug (sog. Pulle)
Kunstgewerbemuseum
Gefäß aus hellgrauem Steinzeug mit kugelförmigem Bauch, engem Hals, montiertem Zinndeckel und bandförmigem Henkel. Auf dem Korpus fünf umkränzte Relieffelder mit teils kobaltblauer Färbung. Die Darstellungen wiederholen sich alternierend: dreimal ein Liebespaar als Brustbild sowie zweimal die biblische Verkündigung an Maria im "Hortus conclusus". Der Gefäßtypus der "Pulle" ist eine charakteristische Form in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. // ClKa
Zinnhumpe
Kunstgewerbemuseum
Kleiner Deckelkrug mit Verzierung in Reliefguss und Resten von Vergoldung. Auf dem Mantel ion drei Feldern dreimal wiederholt Bänder, Masken, Vögel, Jagdtiere und Fruchtbündel. Auf dem Deckel drei Masken und Rollwerk. (Hintze II, Nr. 179 e)
Deckelkrug
Kunstgewerbemuseum
Deckelkrug mit Band- und Blattarabesken in der Art des Balthasar Sylvius in flachem Reliefguss. Auf dem Henkelrücken ein vertieft liegender Blattstab und auf dem volutenförmigen Deckeldrücker Blattornamente in Reliefguss. Drei Volutenfüsse mit kleinen Köpfen. Im Bayerischen Nationalmuseum München ein gleiches Exemplar (Inv. Nr. 901) mit später angesetzter Tülle. (Hintze II, Nr. 152 a)
Deckelkrug
Kunstgewerbemuseum
Deckelkrug mit schlankem, oben in einem Viertelkreisprofil, unten in einer weichen Kurve stark ausladendem Mantel auf drei mit Köpfchen besetzten Volutenfüssen. Auf dem Mantel eine breite Mittelzone mit gleichmässigen Hammerschlägen, darüber und darunter je eine schmale Zone mit Bändern und Blättchen in Reliefguss. Oben an dem vortretenden Viertelkreisprofil und unten am Rand je ein Stab mit Buckelornament. Auf dem Deckel, der in Profilen zum Deckelknopf ansteigt, ein Rundprofil mit drei Masken in Kartuschen und Blattornamente in Reliefguss. (Hintze II, Nr. 152 b)
Krug mit Genesis-Szenen nach Plaketten von Peter Flötner
Kunstgewerbemuseum
Deckelkrug mit Verzierung in Reliefguss. Auf dem Mantel eine breite Zone mit vier Szenen aus der Genesis: Erschaffung der Eva, Sündenfall, Vermahnung und Vertreibung aus dem Paradies nach Plaketten von Peter Flötner. Darüber und darunter schmale Friese mit Putten und Ranken. Auf dem Henkelrücken Reliefverzierung. Auf dem Deckel drei Masken, zwei Füllhörner, zwei musizierende Halbfiguren, Laubwerk und Halbfiguren eines in Ranken ausgehenden Hirsches und Widders. (Hintze I, Nr. 1432 g)
im Mittelfries Darstellung von Jagdszenen
Kunstgewerbemuseum
Nach oben leicht konischer Körper mit drei umlaufenden Reliefzonen. Doppelt gewölbter Deckel mit umlaufendem Relieffries mit zwei musizierenden Figuren, den Halbfiguren eines Hirsches und eines Widders sowie einem Seepferd und zwei Füllhörnern, gewirtelter Deckelknauf, Deckeldrücker, Bandhenkel und kräftiger, profilierter Fußring. Reliefzonen: Oben und unten in Wiederholung Rollwerk mit Maskarons und Figuren, in der Mitte drei Jagdszenen. Stadtmarke und Meistermarke. GR
Krug mit Szenen aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn
Kunstgewerbemuseum
Nach oben leicht konischer Körper mit drei Reliefzonen und Deckel. In der Hauptzone vier Szenen aus der Geschichte vom verlorenen Sohn, auf den schmalen Friesen oben und unten sich mehrfach wiederholende Friesabschnitte mit je einem nackten Putto an den Seiten, dazwischen Ranken. Auf dem Deckel drei bärtige Männerköpfe en face in gerahmten querovalen Feldern, dazwischen Rollwerk, Früchte und Kaninchen. Auf dem Bandhenkel Blattstab im Relief. Im Boden außen eingraviert: 1596. GR
Deckelkrug
Kunstgewerbemuseum
Kanne mit gepunzten Palmettenfriesen und graviertem Wappen (Mann mit Speer) nebst Umschrift: +IOANN ZEIGELNEISER ERSTER VNTERVOGT ZV FREYDENSTAT 1606. (Hintze VII, Nr. 681 a)
Daubenkrug
Kunstgewerbemuseum
Daubenkrug mit konischer Wandung und Zinndeckel. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung durchbrochen gearbeiteter Zinnbeschlag mit vegetabilem Ornament und springenden Hirschen. Holzdaubenkrüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Daubenkrug
Kunstgewerbemuseum
Daubenkrug mit leicht konischer Wandung und Zinndeckel. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung durchbrochen gearbeiteter Zinnbeschlag mit vegetabilem Ornament. Holzdaubenkrüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Daubenkrug
Kunstgewerbemuseum
Daubenkrug mit konischer Wandung, Zinndeckel und Zinnbeschlag. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung umlaufender Zinnreif mit der Inschrift "Pro sua quisque facultate", darüber in Zinn gegossener Löwenkopf. Holzdaubenkrüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Daubenkrug
Kunstgewerbemuseum
Daubenkrug mit zylindrischer Wandung und Zinndeckel. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung durchbrochen gearbeiteter Zinnbeschlag mit vegetabilem Ornament und Adler. Vorne bekrönte Kartusche mit den Initialen des Besitzers D C S. Holzdaubenkrüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Daubenkrug
Kunstgewerbemuseum
Daubenkrug mit leicht konischer Wandung und Zinndeckel. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung durchbrochen gearbeiteter Zinnbeschlag mit vegetabilem Ornament, jagdhorn blasendem Putto und einem vom Hund gehetzten Hirsch. Auf dem Deckel die gravierte Jahreszahl 1652 und die Initialen des Besitzers J K P Holzdaubenkrüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Daubenkrug
Kunstgewerbemuseum
Daubenkrug mit konischer Wandung und Zinndeckel. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung durchbrochen gearbeiteter Zinnbeschlag mit vegetabilem Ornament und Hirschen. An der Vorderseite Ovalschild mit Krone, auf dem Deckel die gravierte Jahrszahl 1767 und die Initialen des Besitzers M I. Holzdaubenkrüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Kleiner Deckelkrug mit graviertem Bildnis einer Frau
Kunstgewerbemuseum
Kleiner Krug mit abgesetztem Fussring und birnförmigem Körper. Graviert mit Frauenbildnis vor Türmen und Barockblumen. (Hintze VII, Nr. 1508)
Deckelkrug mit teetrinkender chinesischer Familie
Kunstgewerbemuseum
Eiförmiges Gefäß mit Ohrhenkel und flach gewölbtem Deckel. Die vergoldete Silbermontierung besteht aus ziseliertem Bandelwerkfries bzw. Blättchenrand. Als Daumenrast eine gekrönte Sirene. Am Deckelrand eine Applike und in einer Lilie endende Voluten. Die Bemalung in Unterglasurblau und Aufglasurfarben Eisenrot, Hellbraun, Dunkelbraun und Gelb. Dargestellt ist eine teetrinkende, chinesisch aussehende Familie auf einem zerklüfteten Terrainstreifen sowie ein Felsen mit Trauerweide und Pflaumenzweigen. Darin schaukelt ein weiterer Chinese in einem Tuch, das ein zweiter, auf dem Felsen sitzender Mann festhält. Die unterglasurblaue Marke ist ungewöhnlich: Sie weist einen gegitterten Rhombus und ein chinoises Schriftzeichen "A" oder "H" im Doppelring auf. In der Kombination von japanisch inspirierter Formgebung, chinoiser Malerei und fein ziselierter, dem europäischen Barockstil entsprechender Montierung ist der Krug ein typisches und exquisites Beispiel für die Meißener Produktion der 1720er Jahre. Zugeschrieben wird die Malerei Johann Christoph Horn. Vergleichsbeispiele bei S.Bursche, Meißen, Kat. Berlin (KGM) 1980, S. 180-182, Kat. Nr. 138 ClKa