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Objekttyp: Frauenkleid
Ethnologisches Museum
Frauenkleid. Baumwolle. Schwarz mit gelber und matt rötlicher Musterung in Abbindetechnik. Datenbank: Frauenkleid. Das Kleid wurde Frau Nippa 1972 von einer älteren Frau geschenkt. Es dürfte bereits aus den fünfziger Jahren stammen. Karteikarte: Frauenkleid. Baumwolle. Schwarz mit gelber und matt rötlicher Musterung in Abbindetechnik. Ärmel in langen Spitzen auslaufend. Stoff indischer Herkunft. Schnitt typisch syrisch.
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Das Kleid wird nach unten breiter, weil an jeder Seite ein Dreiecksstück eingefügt ist. Die Ärmel laufen bis zum Saumende des Kleides spitz aus, manchmal wurden die Ärmel hinter dem Rücken verknotet. Das Objekt ähnelt den Kleidern aus al-Qalmoun Region, besonders aus der Stadt Qutaifeh. Datenbank: Frauenkleid Karteikarte: Frauenkleid, rot. Bestickte Spitzärmel.
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Hemdartig geschnittenes Frauengewand mit angesetzten, aus einem Stück bestehenden langen Ärmeln aus einem leicht glänzenden zyklamfarbenem Seidengewebe. In die Seitennähte des Kleides sind Zwickel eingesetzt. Es ist verziert mit goldschimmernder, teilweise plastischer Metall- und Flitterstickerei (Pailletten, Kantillen). Dabei handelt es sich um flächenfüllende florale Ornamentik. Es dominieren fünfblättrige Blüten. Saumbereiche von Rockteil und Ärmeln sowie den Halsausschnitt schmücken Girlandenmotive. Die enganliegende runde Halsöffnung kann vorne in der Mitte mit einem weißen Glasknopf geschlossen werden. Halsausschnitt und Ärmel besitzen zarte cremeweiße Spitzenbesätze. Den Saumabschluß des Kleides bildet eine nachträglich angebrachte Einfassung aus farblich weitgehend passendem Gewebe aus Kunstfaser. Maße in cm: vordere Länge:134 // hintere Länge: 138 // Schulterbreite: rechts: 21; links: 19 // Umfang Halsausschnitt: 49,5 // Länge des Öffnungsschlitzes am Hals: 27 // Ärmellänge oben rechts: 52; oben links: 53; unten rechts 55; unten links: 56 // Ärmelumfang: rechts: 32 // links: 32,5 // Ärmelweite: oben rechts: 24,5; oben links 26 cm // Ärmelumfang im Manschettenbereich: rechts: ; links: // Saumweite: 253 Material: 1. Grundgewebe: Kette: Seide, zyklam; 100 pro cm // Schuß: zyklam; 34 pro cm // Bindung: achtbindiger Kettatlas, z-Grat, Steigungszahl 3 // Webbreite: 50 cm // Gewebeleiste: Kettrips, 4 mm breit // zur Verarbeitung im Original zwecks Glättung imprägniert 2. Futter: Kette: Baumwolle, rohweiß; 20 pro cm // Schuß: Baumwolle, rohweiß; 12 pro cm // Bindung: Leinwand (Gazegewebe mit Appretur versteift) 3. Saumabschluß innen: Kette: lachsrosa, Baumwolle; 22 pro cm // Schuß: lachsrosa, Baumwolle; 22 pro cm // Bindung: Leinwand 4. Material der nachträglich zwecks Reparatur angebrachten Saumeinfassung: Viskose-Duchesse 5. Stickerei: a) plastische Stickerei: - Metallgespinstfäden (Lahn: Messing, s-Draht / Seele: Baumwolle, gelb; z-Draht) - Füllfäden: Baumwollzwirn, z-Draht; aus acht Garnen bestehend - Einlagen: Pappe b) Flitterstickerei: Pailletten: Messing / Kantillen: Messing 6.Spitzen: rohweiß; maschinelles Valenciennes –Imitat; Baumwolle 7. Nähmaterial: a) Originalmaterialien: - Maschinennähte: lachsfarbener Baumwollzwirn (s-Draht) - Staffiernähte: zur nachträglichen Änderung der Ärmellänge und –weite: schwarzer Baumwollzwirn (s-Zwirn) b)Ausbesserungsmaterialien: - Maschinennähte zum Anbringen der nachträglich angebrachten Saumeinfassung: alles z-Zwirne in Rot, Dunkelrot und Hellgrau: Viskose Herstellungstechnik: Das zyklamfarbene Obermaterial wurde direkt mit dem rohweißen Futterstoff zugeschnitten und vor dem Zusammennähen des Kleides durch beide Materialien hindurch bestickt. - Beide Materialien tragen die schwere Stickerei zusammen. Bei der plastischen Stickerei handelt es sich um Sprengstickerei. Dabei werden die Metallgespinstfäden über Einlagen aus Pappe bzw. aus vorgenähten Unterpolsterungen (starke, locker verdrehten und mehrschichtig verarbeiteten Baumwollzwirne) gespannt, und mit weichen Überfangfäden an den Motivrändern festgehalten. Die Kantillen und Pailletten sind auf die gleiche Art von Baumwollzwirnen gefädelt und direkt musterbildend damit aufgestickt. Nach dem Zusammensetzen des Kleides mit Maschinennähten wurden diese teilweise im Nachhinein überstickt um ein geschlossenes Bild zu erhalten. Die Anbringung von Spitzen an Ärmeln und Halsausschnitt erfolgte ebenfalls mit Maschinennähten. Manuelle Staffiernähte an den Ärmeln im Schulterbereich und entlang der vertikalen Nähte halfen, das scheinbar konfektionsartig gefertigte Kleid individuell seiner Trägerin anzupassen - durch Kürzungen und Verschmälerungen. Wie sich nach dem Abtrennen der Saumversäuberung aus Viskose-Duchesse zeigte, war der Saum ursprünglich umgeschlagen und innen mit einem lachsfarbenem Baumwollband (Gewebe, geschnitten) versäubert, welches mit manuellem Saumstich darüber genäht ist. Das Kleid ist in vertikaler Kettrichtung verarbeitet.
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Beschreibung unter Einbeziehung der Technik: Das Grundgewebe des Kleides, heute durch die Alterungsprozesse in Gelb- und Beigetönen erscheinend, war ehemals rohweiß. Es handelt sich um ein leinwandbindiges Seidengewebe mit detailreichen floralen Binnenmusterungen, ebenfalls in Leinwand abgebunden.. Verarbeitung und Schnittformat: - Das aus zehn Teilstücken bestehende Hemd ist vor allem mit stabilisierenden Doppelnähten (Kappnähte) zusammengesetzt. Diese „umgeschlagenen Nähte“ bestehen aus Vor- und Überwendlingsstichen. Die Säume von Ärmeln und Hemd sind als Rollsäume gearbeitet - Das Hemd besteht grundsätzlich aus vertikal gearbeiteten Rechteckformaten. Der Halsausschnitt ist dort separat herausgeschnitten. Der Kragen ist im Nackenbereich aufgestellt, versteift durch zwei horizontal eingearbeitete Gewebestücken und Aufpolsterung. - Die trapezförmigen Zuschnitte der Ärmel sind an ihrer Breitseite mit dem Hemdkörper verbunden , so dass eine T-Form entand. - Kleine keilförmige Teile, eingesetzt aus Materialmangel, ergänzen die schlichten Formen der grundsätzlich symmetrischen Schnitt-Teile. Die Weite des Hemdes bildet, seitlich unter den Ärmeln bis hinunter Richtung Saum verlaufend, jeweils ein weiter rechteckiger Zuschnitt. - Die in einigen Nähten vorhandene Gewebeleiste lässt auf eine Webbreite von ca 54 cm schließen (Webstuhlbreite). Nach dem Schnittmuster zu urteilen, kann davon ausgegangen werden, dass zur Herstellung dieses Hemdes etwa sechs Meter Seide benötigt wurden. - Zur Verstärkung des Hals- und Brustbereiches ist auf der Innenseite grobes ungebleichtes Baumwollgewebe eingesetzt, befestigt mittels Vorstichen aus weißem Baumwollgarn am seidenen Grundgewebe. Dekor und Ornament: Der Halsausschnitt ist mit einem schwarzen Paspel gesäumt. Eine dunkelrote seidene Applikation mit kleinen lanzierten goldenen Bothe-Ornamenten (indisches Gewebe) schmückt auf der rechten Seite den Halsausschnitt. – Es handelt sich um 4 Einzelstreifen, die zusammen eine abgerundete Dreieckform ergeben. Der Lahn dieser Metallgespinstfäden besteht vermutlich aus vergoldetem Silber, die Seele aus gelber Seide. Mit Vorstichen aus blauer Seide (vgl. Stickgarne) sind diese Teile auf dem Grundgewebe appliziert. Die Stickerei besteht hauptsächlich aus dunkelroten und grünen, gefachten Seidengarnen. Ferner kommen auch solche vor in Gelb, Orange, Blau und Rot. Es handelt sich dabei um leicht unregelmäßig erscheinende Kettenstiche, wahrscheinlich mit der Nadel gearbeitet: Es dominieren mit Blumensträußen gefüllte Kreise, angeordnet symmetrisch im Versatz; zwei auf der Ärmeloberseite, einer über jedem Schlüsselbein, in Rhombenanordnung auf der Vorder- und Rückseite des Hemdes, jeweils einer auf den Seitenteilen. Im Saumbereich erscheinen die Kreise zur Hälfte; durchgeschnitten.- Die Räume zwischen den Kreisen enthalten Blütenzweig - und Schmetterlingsmotive. In ihrere Komposition sind sie verwand mit chinesischen Drachenroben. Wir gehen davon aus, dass die Seidenbahnen grundsätzlich vor ihrer Verarbeitung zum Hemd bestickt worden sind. Das betrifft Ärmel, Seitenteile und Brust. In einigen Bereichen bedeckt die Stickerei. Das betrifft vor allem die Nähte der vertikalen Gewebebahnen auf Vorder- und Rückseite sowie der Seitenteile. technische Einzeldetails: Grundgewebe : gebunden in Leinwand Kettkomposit (siehe Patrone), Webbreite 54 cm; Material: Seide ehemals rohweiß, Kettdichte:36/cm , Schussdichte: 30/cm, ohne Verdrehung sichtbar, Musterrapport: Höhe: 52 cm/ Breite 18 cm. Futter: leinwandbindig, grob , bestehend aus ungebleichter Baumwolle ; Kettdichte:ca 10/ cm, Schussdichte: ca 10/cm, Verdrehung Z. Kragenmaterial: appliziert; Seide, dunkelrot; Kettdichte: 52 /cm , Schussdichte: 26 /cm, Verdrehung Z, gebunden in Abwandlung von Kettköper, vierbindig, Z-Grat, Steigungszahl 2,3,2, lancierte Musterungen (Bothe) aus Metallgespinstfäden ( vermutlich Silberlahn mit Vergoldung über gelber Seidenseele) "Reparaturgewebe": Baumwolle, rohweiß, gebunden in Spitzkaro-Köper (siehe Patrone, Kettdichte:26/cm, Schussdichte: 26/cm, Verdrehung Z, bedruckt mit kleinen roten Blüten, Musterrapport: Höhe: 2 cm/ Breite 2 cm. Stickerei : Kettenstich, Dunkelrot, Grün, Geld, Rot, Blau Seidegarn. Nähte: Doppelnähte; Rollsäume
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Hemdartig geschnittenes Kleid, geschmückt mit hellgelber, symmetrisch gestalteter, flächenfüllender Stickerei, vereinzelt durchbrochen durch kleine Details in Rot, Blau und Braun. Die Ärmel sind angesetzt, der Saum leicht ausgestellt, die Taille ist hochgesetzt. Der Rockteil besteht aus vier vertikalen Segmenten, wobei sich die seitlichen nach unten verbreitern. Die Trägerin war schlank. Der runde Halsausschnitt ist Richtung Brust durch eine Schlitzöffnung verlängert. Die Halsrundung versäubern und verziern gelbe Languettenstiche. Die Vorderseite im Bereich des Oberkörpers trägt einen applizierten, flächenfüllend bestickten Latz: vertikale und horizontale geometrisch-florale Motivbänder verbinden sich im oberen Teil zu einer Fläche. Den unteren Teil bilden Rauten, in deren Mitte zwei rote diagonal verlaufende Streifen in einer großen Raute enden. Flächenfüllende Stickereien in Form solcher Musterbänder schmücken den Rockteil und die Ärmelmanschetten. Einfache gestickte gelbe Streifen schmücken die Randabschlüsse von Ärmeln und Saum. Bemaßung in cm: vordere Länge: 137 / hintere Länge: 137 / Brustumfang: 101 / Schulterbreite rechts: 16,5 / Schulterbreite links: 15,5 / Ärmelweite am Oberteil: rechts: 37; links 40 / Ärmelbündchenweite: 28 / Saumweite: 151 Material: 1. Grundgewebe; schwarz: Kette und Schuß: vermutlich regenerierte Zellulose/ Kettdichte in cm: 68; Schußdichte in cm: 28/ Bindung: Atlas (elastisches Gewebe mit zwei Kettfaden- und einem Schußfadensystem; Einzelfäden stark gedreht) 2. Verstärkungsgewebe 2.1. Ärmelmanschetten, innen: feines Wollgewebe, hellblau, leinwandbindig 2.2. Stützband zur Saumverstärkung: anthrazitfarnenes Atlasgewebe aus regenerierter Zellulose 3. Stickerei Baumwollgarne: S-Draht, bestehend aus 2 in Z-Richtung gefachten Garnen in den Farben Gelb, Rot, Hellblau 4. Nähfäden 4.1. manuelle Nähte: Baumwolle, z-gezwirnt, anthrazit 4.2. Maschinennähte: Baumwolle, z-gewzirnt, in Schwarz und Weiß Herstellungstechnik: 1. Verarbeitung Das Kleid ist mit Nähmaschine (Doppelsteppstich) zusammengesetzt. Lediglich Übersteppungen (Vorstiche, grob) beispielsweise im Saumbereich wurden manuell ausgeführt. Eingesetzte Gewebestreifen verstärken von innen die Ärmelmanschetten und den Saumbereich. Die Halsöffnung ist verstürzt und mit Langettenstichen überstickt. Die Kettrichttung verläuft vertikal. 2. Stickerei - Kreuzstiche, flächenfüllende Stickerei - Plattstiche über den Nähten - Languettenstiche am Halsausschnitt - Anlegetechnik am äüßeren Saumrand
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Hemdartig geschnittenes Kleid mit langen Ärmeln und rundem, Richtung Brust geschlitztem Halsausschnitt aus schwarzem Grundgewebe, dessen Zuschnitte vor dem Zusammensetzen flächenfüllend mit Kreuzstichen bestickt worden sind. Die Ärmel sind angesetzt und im Manschettenbereich geschlitzt, der Saum durch keilförmige seitliche Einsätze geweitet. Stickerei: Dort herrschen Rottöne vor, vereinzelt durchsetzt von den Farben Hellgelb, Goldgelb, Lachs, Bordeaurot, Zyklam, Blau, Türkis und Grün. Zusätzliche winzige Glanzeffekte entstehen durch minimal vorkommenden eingestickten goldschimmernden Lahn. Auf dem separat gestickten und später applizierten Brustlatz befinden sich zwei Kunststoffknöpfe, drei Strasssteine und ein Glasknopf. Am Manschettenbereich des rechten Ärmels ist nur noch ein einzelner Knopf zu finden. Flächenfüllende Stickereien befinden sich auch an Schultern, Ärmeloberseiten, sowie im Saumbereich bis Kniehöhe und an den Seiten bis Höhe Taille.Die in der Höhe variierenden gestickten blauen Saumabschlüsse werden durch zwei rote horizontale Streifen unterbrochen, die optisch wie einer wirken: eng gesetzte Stielstiche und Grätenstiche täuschen aufgenähte Schnüre vor. Maße in cm: Objektbreite: Vordere Länge: 138 // Hintere Länge: 139 // Schulterbreite: je 19 // obere Ärmellänge je: 40 // Ärmelumfang am Brustansatz: je 44 // Ärmelmanschetten-Umfang, rechts: 29; links: 28 // Tiefe Halsausschnitt: 13 // Halsausschnitt- Umfang: 34 // Brustumfang: 109 // Saumweite: 202 Material: 1. Grundgewebe: zwei Arten von schwarzem Baumwollsatin 2. Stickerei/ Verzierung: Baumwollgarne in Bordeaux, Rot, Lachs, Zyclam, Grün, Blau, Dottergelb, Hellgelb (locker zweifach s-Draht); rosa (zweifach s-Draht, starke Zwirnung); türkis (vierfach, s-Draht, starke Zwirnung) Lahn; metallbeschichtete Kunststoffstreifen (Zelluloid?) Knöpfe; 3 Kunststoffknöpfe (Massenproduktion) und ein Pressglasknopf 3. Verstärkungsgewebe: 3.1. im Schulter - und Nackenbereich: Baumwollgewebe; schwarz, leinenbindig (Mullqualität) 3.2. im Saumbereich, durchgestickt: 3.2.1. Baumwollgewebe, gestreift ( 7 cm Höhe ab Saum): Köperbindung (dreibindig; Kettmusterung) mit Leiste in Panamabindung / Kettfäden: rohweiß, blau, hellblau / Schussfäden: rohweiß 3.2.2. Baumwollgewebe mit aufgedruckten grünen Ornamenten auf rohweißem Grund: Höhe ab Saum innen: 112 cm 3.2.3. Baumwollgewebe mit Ornamentaufdrucken in Lachs, Türkis, Rosa, Goldgelb, Zitronengelb, Olivergrün, Giftgrün auf rohweißem Grund: Variante der Leinwandbindung –mit flottierenden Fäden; Höhe ab Saum innen: 8 cm 3.2.4. Baumwollgewebe, rot (Höhe ab Saum innen: 16 cm, Ärmelapplikation und Nackenpaspel): leinenbindig 4. Nähmaterial: Baumwollzwirne, schwarz und anthrazit, unterschiedliche Stärken Herstellungstechnik: Siehe „Objektbeschreibung“ und „Material“! -die einzelnen Schnitt-Teile des Kleides wurden vor dem Zusammennähen bestickt - manuell zusammengenäht, Nähte auf der Oberseite mit manuellen Vorstichen übersteppt - Brustlatz separat gestickt und appliziert Stickerei: a) flächenfüllende: Kreuzstickerei b) Saumbereich: Plattstiche, Grätenstiche (kombiniert zu horizontalen Streifen mit der optischen Wirkung von aufgenähten Schnüren) c) Ärmelränder und Halsausschnitt: sind versäubert mittels lückenlos mit farbigen Garnen umstochenen, umgeschlagenen Schnittkanten (Zierschnuroptik)
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Hemdartig geschnittenes Frauengewand, bestehend aus schwarzem Grundgewebe mit angesetzten langen weiten Ärmeln, deren Innenseiten in einer Spitze bis zum Kniebereich auslaufen. Seitliche keilförmige Einsätze im Rockteil geben dem Kleid seine Seite. Verzierung: Symmetrische Musterblöcke in farbiger flächenfüllender Kreuzstickerei: gestickte Ornamentbänder, bestehend aus Quadrat-, Dreieck – und Stern sowie stilisierten Pflanzenmotiven. Rot und Blau dominieren die Farbgestaltung; in kleineren Mengen kommen weiterhin vor die Farben: Gelb, Orange, Grün, Zyklam und Bordeauxrot. Die Ärmelinnenkanten und die -außenkanten im Schulterbereich schmücken gezackte applizierte Bänder aus schmutziggelben und roten mit weißen Sternchen bedruckte Baumwollgewebe. Der Halsausschnitt ist mit dem letztgenannten Material besetzt. Die Saumabschlüsse auf der Vorder- und Rückseite sind in Breite und Farbgestaltung verschieden.- Sie bestehen jeweils aus mehreren gestickten Streifenreihen, hergestellt mit Platt bzw. Grätenstichen. Maße in cm: Länge: 140; hintere Länge: 144 // Schulterbreite rechts und links: 24 // obere Ärmellänge rechts: 108; links: 109 // Brustumfang. 126 // Halsausschnitt; Halsumfang /Kragenrand: 38; Öffnungsschlitz: 15 // Saumweite: 205 Material: 1. Grundgewebe: Baumwollsatin, schwarz (Gewebebreite: 55 cm) / Baumwollgewebe, leinwandbindig, schwarz (seitliche Rockeinsätze) 2. Verstärkungsgewebe am Saum: - fliederfarbenes, mullartiges, leinwandbindiges Baumwollgewebe (siehe 4. „applizierte Details“ - schmutziggelbes Gewebe) - Reste eines orangefarbenen, eher gröberen, leinenbindigen Baumwollgewebes - Streifen vom Grundgewebe, siehe dort 3. Stickerei: - Baumwollgarne (s-Drehung) in den Farben Blau, Rot, Grün, Orange, Bordeaux - Seide (z-Drehung) in den Farben Zyklam, Hellgelb, Dottergelb, Hellorange, Hellgrün 4. applizierte Details: a) Halsausschnitt: leinenbindiges Baumwollgewebe, rot mit weißen aufgedruckten Sternchen b) Ärmelkanten: - siehe a) Halsausschnitt - Baumwollgewebe, relativ grob und mullartig, locker verwebt in Leinwandbindung; schmutziggelb Herstellungstechnik: Siehe „Objektbeschreibung“ und „Material“! Die vorgefundenen Verarbeitungsspuren lassen den Eindruck entstehen, dass die großen Zuschnitte bereits von Hand zusammengeheftet (Vorstich- und Steppnähte) und erst danach mit Maschine (Doppelsteppstich) zusammengenäht worden sind.- Das betrifft auch die Ärmelkantenapplikationen. Körperbereiche des Kleides, die der Trägerin genauer angepasst werden mussten (z.B. Oberweite), bewerkstelligte man ausschließlich mit manuellen Nähten. Das mag daran liegen, dass eine Nähmaschine nicht zu den selbstverständlichen Haushaltsgegenständen gehörte und nicht alle Tage verfügbar war. Es gibt also manuelle und auch maschinelle Nähte. Prinzipiell erfolgte die Verareitung beider Grundgewebe in vertikaler Kettrichtung. Die zugeschnittenen Gewandteile wurden vor dem Zusammennähen des Kleides bestickt. Im Falle der keilförmigen Seiteneinsätze am Rockteil wurde das Muster auf bereits ausgeblichenes Gewebe (hier leinenbindig ) gestickt. Die Feinheit der Stickerei steht im Gegensatz zur groben nähtechnischen Verarbeitung, es ist also nicht anzunehmen, dass die versierte Stickerin selbst dieses Kleid zusammengenäht hat.
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Hemdartig geschnittenes Frauenkleid mit spitzrundem Halsausschnitt aus schwarzem Baumwollsatin, zum Großteil flächenfüllend mit Kreuzstichen, vor allem in Blautönen, bestickt. Die langen Ärmel sind angesetzt und im Manschettenbereich geschlitzt, der Saum durch seitliche Einsätze, die bis zum Achselbereich verlaufen, extra geweitet. Optisch geprägt ist das Kleid auch durch Einsätze im schwarzen Grundgewebe: Zerschlissene Gewebeteile aus unbestickten Partien des schwarzen Grundgewebes wurden herausgeschnitten und wiederum ebenfalls durch gebrauchtes ähnliches Material ersetzt – durch Einsetzen von Teilen. Die flächenfüllend bestickten Bereiche blieben aufgrund ihrer Stabilität erhalten und wurden wieder verwendet. Die Stickereien befinden sich auf Ärmeloberseiten und Manschetten, als quadratischer Musterblock auf der Brust, als breite Bordüre auf der Vorderseite und als doppelt so breite Bordüre auf der Rückseite – jeweils im Saumbereich. Ausgehend vom Saum steigen diese Bordüren an den Rockseiten bis zur Hüfte. – Stilisierte florale Formen, zu vertikalen und horizontalen Musterstreifen komponiert, befinden sich auf der gesamten flächenfüllenden Stickerei. Obwohl das Stickgarn in mehreren Farben verarbeitet worden ist, dominiert eindeutig Blau das Erscheinungsbild. Vereinzelt schmücken aufgestanzte Straßsteinchen innerhalb der Stickerei Brusteinsatz, Ärmel und Bordürenbereiche mit Glitzereffekten. Die Randabschlüsse des Kleides, zwecks Verstärkung umgeschlagene Schnittkanten, sind lückenlos mit verschieden farbigen Garnen umstochen. So lässt der optische Eindruck zunächst Zierschnüre vermuten. Alle Nähte sind von Hand gemacht; das betrifft die gesamte Verarbeitung. a) Material: 1. alle Grundgewebe; Original- und Ausbesserungsmaterialien: Baumwollsatin, schwarz 2. Stickerei: Baumwollgarne (s-gezwirnt: S2z) in Blau, Zinnober, Orange, Bordeaux, Rosa, Goldgelb, Grün 3. Strasssteine: weißes Glas mit Messinghülse 4. Verstärkungsgewebe innen: a) Saum (dort überstickt): Baumwollgewebe, leinwandbindig, aufgerauht, bedruckt; rohweißer Grund mit Sonnenmotiven in zwei Blautönen und einem Grünton auf Gittermotiv b) Saum (dort gegengenäht): im Mittelbereich d. Rückseite: Baumwollgewebe, köperbindig, aufgerauht, bedruckt; auf dunkelblauem Grund geometrische Gittermotive mit eingestreuten kleinen Quadraten, ähnlich „Stadtplänen“, in den Farben Olivegrün, Dottergelb und Cremeweiß c) Manschettenbereich der Ärmel: regenerierte Zellulose, leinwandbindig, mit Blumenmotiven bedruckt (gelb, grün) 5. Nähfäden: Baumwollzwirne Herstellungstechnik: Siehe „Material"! - Kreuzstickerei, flächenfüllend - Zweitverwendung der flächenfüllend bestickten Bereiche - vereinzelt eingestanzter Straß - manuelle Doppelsteppstichnähte, z.T. außen mit Vorstichreihen übersteppt - Außenkanten ( Ärmelabschlüsse, Halsausschnitt, Saum) mit Gewebeeinlagen verstärkt, anschließend lückenlos überstickt: zur Erzeugung von kompakten wiederstandsfähigen Flächen in strapazierten Bereichen; Reihung und regelmäßige Farbwechsel erzeugen optisch Schnureffekte.
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Hemdartig geschnittenes Kleid mit langen Ärmeln und eckigem Halsausschnitt aus schwarzem Grundgewebe, flächenfüllend mit Kreuzstichen bestickt. Die angesetzten, weit geschnittenen Ärmel verlaufen an den Innenseiten jeweils in einer Spitze bis zum Wadenbereich; der Saum ist durch seitliche Einsätze, die bis unter die Achsel verlaufen, extra geweitet. Das auffällig breitformatige Kleid gehörte einer korpulenten Person. Die Ärmelaußenkanten schmücken rot-gelb gemusterte Bänder; d.h. rotes Band ist auf schwarzes Grundgewebe appliziert, mit gelben Maschinen-Doppelsteppstichlinien, die ein rgelmäßiges Rautenmuster bilden. Das gleiche rote Gewebe gibt es auch als Paspelstreifen im Nackenbereich des Halsausschnittes. Stickerei: Die gestickten Ornamentbänder, bestehend aus stilisierten Pflanzenmotiven, dominieren durch ihre Symmetrie die Gesamtgestaltung des Kleides. Auf den Ärmeloberseiten befindet sich je ein solcher rechteckiger Musterblock, ebenso im Bereich des Halsausschnittes bis hin zur Brust. Breite Bordüren, auf Vorder – und Rückseite bis Kniehöhe reichend, steigen an den Seiten bis Hüfthöhe an. An der Oberkante enden diese Muster nicht in einer Linie sondern durch vereinzelt Motive entsteht ein optisch einallmählicher Übergang. Alle sich im Bereich des Oberkörpers befindlichen Stickereien sind rotbetont, während der gesamte Rockbereich vor allem in Blautönen gestaltet ist. Maße in cm: Schulterbreite, rechts: 22; links: 21 // Ärmeloberkante, rechts: 30,5; links: 30 // Ärmellänge – Außenkante, rechts: 99; links: 97 // Brustumfang: 122 // Halsasusschnitt – Tiefe: 15 // Saumweite: 218 Material: 1. Grundgewebe: Baumwollsatin, schwarz 2. Verstärkungsgewebe: a) im Saum: - siehe Grundgewebe - im Saumbereich der Rückseite außerdem rotes, leinwandbindiges Baumwollgewebe b) Nackenbereich, Halsausschnitt: rotes leinenbindiges Baumwollgewebe 3. Stickerei: Baumwollgarne, s-Draht (S2z) in Blau, Hellblau, Lachs, Weinrot, Grün, Flieder; weiterhin zwei verschiedenen Garne in Hellgelb (1. Variante siehe oben.; 2. Variante: bestehend aus 3 Einzelfäden) 4. Nähfäden: - Kleidernähte, manuell. Grobe Baumwollzwirne, schwarz - Ärmelapplikationen, Maschinennähte: Baumwollzwirn, gelb/ Baumwollzwirn, schwarz 5. alte Ausbesserungs- und Staffiernähte: Baumwollgarne in Blau und Rot (siehe 3.) Herstellungstechnik: Siehe „Objektbeschreibung“ und „Material“! 1. Gewand / Herstellung: a) manuelle Nähte (betr. Zusammensetzen des Kleides: Doppelsteppnähte, z.T. außen durch Vorstichreihen übersteppt b) Ärmelapplikationen: die roten Bänder an den Ärmelrändern wurden mit Maschine aufgenäht; Doppelsteppstichnaht mit gelbem Ober- und schwarzen Unterfaden. (Rauten) 2. „Kleidungsstück“ – Ausbesserung und –Anpassung an die Trägerin: Staffiernähte, Überwendlichnähte 3. Halsausschnitt / Nackenbereich: aufgesetztes Paspel als Versäuberung 4. Stickerei: - allgemein flächenfüllende Kreuzstickerei auf dem Kleid - Saumbereich: mehrere Reihen übereinander, eng gestickter Stielstich (Plattstich; Schnurwirkung), unterbrochen von je zwei Doppelsteppstichreihen
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Hemdartig geschnittenes Frauenkleid aus schwarzem Baumwollsatin, zum Großteil flächenfüllend mit Kreuzstichen, vor allem in Rottönen bestickt. Die langen Ärmel sind angesetzt, im Manschettenbereich geschlitzt und an ihren Unterseiten befinden sich je zwei keilförmige Einsätze. Der Saum erhielt durch seitliche Einsätze, die bis zum Achselbereich verlaufen, extra Weite. Die Rückseite besteht aus zwei Teilen welche durch eine Horizontalnaht in Hüfthöhe verbunden sind. Den runden durch ein Paspel versäuberten Halsausschnitt vergrößert ein weiterer Öffnungsschlitz Richtung Brust. Der Brustlatz mit flächenfüllenden Stickereien ist auf das fertige Kleid appliziert; an der Oberseite bildet die Gewebeleiste den versäubernden Abschluß. Weitere flächenfüllende Stickereien befinden sich auf Schultern, Ärmeln und Saum. Dort enden die Stickereien in Kniehöhe, jeweils in einer horizontalen Linie. Stickerei: Variationen von Bortenstreifen und quadratischen Musterblöcken, welche wiederum bestehen aus geometrischen Details wie Quadrat-, Trapez-, Dreieck-, Rauten-, Rhomben-, Stern-, und stilisierten floralen Formen bestehen. Die vorherrschenden Rottöne sind unterbrochen von kleinen Details in Bordeaux, Blau, Grün, hellegelb, Dottergelb, Zyklam und Braun. Den Öffnungsschlitz am Hals, die Ärmel- und Saumabschlüsse versäubern lückenlos mit farbigen Stickfäden umstochene ,zwecks Verstärkung umgeschlagene Schnittkanten in einer Art „Zierschnuroptik“. Das Kleid ist vollkommen manuell gefertigt. Kleine hartnäckige Falten im Taillenbereich zeigen, dass das Kleid einst mit einem Gürtel getragen worden ist. Maße in cm: Breite (Ärmel): 126 // vordere und hintere Länge: 141 // Schulterbreite, rechts und links: 18 // Ärmellänge, rechts: 36,5 links: 38 // Ärmelumfang am Oberteilansatz, rechts: 42 links: 45 // Brustumfang: 117 // Halsausschnittumfang: 46 // Tiefe Halsausschnitt: 13,5 // Saumweite: 188 Material: 1. Gewebe a) Grundgewebe: Baumwollsatin, schwarz (Webbreite: 53 cm) b) Verstärkungsgewebe am Saum: Baumwollgewebe, leinenbindig; rot mit winzigen weißen Punkten (Drucktechnik, Reservetechnik) c) Paspelband am Halsausschnitt: Baumwollgewebe, köperbindig; bedruckt mit (vermutlich floralen) Motiven in Hellgrün und Rose mit schwarzen Konturierungen auf cremeweißen Grund 2. Stickerei - Baumwollgarne (s-gezwirnt, d.h. zwei z-Garne in z-Drehung¸ S2z) in den Farben Rot, Bordeaux, Blau, Grün, Hellgelb, Dottergelb, Braun - Seidengarn, zyklamrot (S2z) 3.Nähfäden Baumwollzwirne, anthrazit; und zur Ausbesserung z.T. Stickfäden (z.B. Rot) Herstellungstechnik: Das Kleid ist vollkommen manuell gefertigt, sowohl die Nähte als auch die Stickerei betreffend: Es handelt sich um Vorstichnähte, z.B. innen, oder auch außen zur Anbringung des applizierten Brustlatzes. Die Vorstiche für das Verstärkungsgewebe innen am Saum sind von außen sichtbar. Das betrifft auch das überstehende Gewebe an den Ärmelnähten innen. Stickerei: Überwiegend flächenfüllende Kreuzstiche; an den Säumen auch Flach- und Grätenstiche sowie zur Versäuberung der Außenkanten lückenloses Umstechen mit verschieden farbigen Stickfäden – durch ihren regelmäßigen Wechsel ähneln sie bunten Zierschnüren
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Hemdartig geschnittenes Frauengewand aus glattem schwarzen Baumwollatlas, verziert mit teilweise flächenfüllenden Kreuzstickereien im Brust-, Schulter- und Saumbereich – Stickereihöhe variiert von Knie bis Hüfte. Die angesetzten weit geschnittenen Ärmel verlaufen an den Innenseiten jeweils in einer Spitze bis zum Wadenbereich. Stilisierte florale gestickte Ornamente, aufgeteilt in Quadrat – und Rechteckformen verbinden sich zu breiten Bändern, und diese sich wiederum zu Musterflächen. In der Gestaltung des Kleides dominiert Symmetrie, lediglich auf der linken Seite verläuft ein rechteckiger Musterblock in gestalt eines breiten Streifens, ausgehend vom Saumbereich bis hinein in den ungeschmückten Taillenbereich. Während im Schulter- und Brustbereich fast ausschließlich Rot- und Gelbtöne vorherrschen, häufen sich im Saumbereich neben Rot auch Blautöne. Auf dem rechten Ärmel befinden sich vier aufgestickte Metallperlen. Mehrfarbige mit floralen Mustern Baumwollstoffreste sind häufig zur Verstärkung in den Schulter- und Saumbereichen zusätzlich eingelegt und überstickt. Am Saumabschluß täuschen mehrere schmale Streifen aus Platt-, Stiel- und Kettstichen (blau) aufgenähte Schnüre vor. Die in Rottönen gestickte Versäuberung des ovalen Halsauschnittes ist in gleicher Technik gearbeitet. Zusätzlich verzieren Gewebebänder mit applizierten Zackenmotiven das Kleid in Rot und Gelb an den Ärmeln, und in Gelb im Nackenbereich. Das gesamte Kleid ist mit manuellen Nähten zusammengenäht. Maße in cm: Länge:143 // hintere Länge:144 // Breite (Ärmel): 111 // obere Ärmellänge rechts: 28,5 / obere Ärmellänge links: 29,8 // untere Ärmellänge rechts: 94,5 / untere Ärmellänge links: 95,5 // Brustumfang unter dem Ärmelansatz: 128 // Länge des Halsausschnittes: 25 // Saumweite: 191 Material: 1.Grundgewebe: Baumwollatlas, schwarz applizierte Zickzackbänder: a) rot: Baumwollgewebe, leinwandbindig b) gelb: Seidengewebe, atlasbindig 2.Stickerei: Baumwollgarne (s-Drehung) in Blau, Rot, Grün, Hellgelb, Dottergelb, Orange, Bordeaux in zwei Helligkeiten 3.verstärkende Einlagen an Hals und Schultern: vier Arten von leinwandbindigen Baumwollgeweben, bedruckt mit verschiedenen Blumendekors 4. Nähte/ Nähmaterial: Baumwollzwirne Herstellungstechnik: Das Objekt ist völlig manuell gefertigt. Die Kettrichtung verläuft meist vertikal vom Halsausschnitt bis zum Saum; bei den Ärmeln und bei den eingesetzten Streifen zur Verlängerung im Taillenbereich auf der Vorderseite verhält es sich umgekehrt. Die Einzelteile des Kleides wurden vor dem Zusammensetzen bestickt. 1.Nähte: manuell, Steppnähte, an den Ärmeln und im Schulterbereich von außen zusätzlich mit Vorstichen übersteppt 2. Stickerei: a) flächenfüllende: Kreuzstickerei b) Halsausschnitt: Plattstiche („Gimpeneffekt“) c) Saumbereich: Stielstiche/ eng gereiht; Zopfstich /eng gereiht; Plattstich; Grätenstich, - die Kombination dieser Sticharten erzeugt die optische Wirkung von übereinandergesetzten Schnüren 3. Applikationen: auf gelben Seidenstreifen ist mit Vorstichreihen in Blau ein rotes, gleichmäßig gezacktes Band appliziert, im Nackenbereich ein gelbes Zackenband 4. Verstärkungen: siehe „Materialien“; besonders stark beanspruchte Partien wurden im Saumbereich mit Gewebestreifen unterlegt und mit überstickt, wodurch dieser Bereich eine besondere Festigkeit erhielt, bzw. im Schulterbereich unterlegt und befestigt
Ameri
Ethnologisches Museum
Frauenkleid aus Fischhaut mit mehrfarbigen Leder- und Messing-Scheibchen verziert Die hier widergegebenen Aquarellskizzen stammen von einer alten Karteikarte aus der Zeit um 1920.
Ethnologisches Museum
Langes Frauenkleid mit Öffnung am Hals. Das Kleid ist aus schwarzem Baumwollstoff, es ist auf Vorder- und Rückseite bunt bestickt. Die Motive sind Blümchen und geometrische Formen. Die Stickerei, die sich am oberen Teil des Kleides, auf Schultern, Ärmel, Brust und Rücken befindet, weist darauf hin, dass das Kleid aus der Idlib Region stammen könnte, z.B. aus Saraqeb, Khan Shikhon oder Maart al- Numan. Datenbank: Frauenkleid