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Objekttyp: Pilgerandenken
Pilgerfläschchen mit dem Hl. Menas zwischen zwei Kamelen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die linsenförmige Ampulle besitzt einen Hals mit profilierter Mündung und zwei Henkel. Auf beiden Seiten der Ampulle ist der hl. Menas als frontal stehender, betender Soldat zwischen zwei knienden Kamelen (»Haupttypus«) reliefiert. Die griechische Beischrift O AΓIOC MHNAC bezeichnet ihn als heiligen Menas. Ein Winkelkranz rahmt die Darstellung des Heiligen. Über eine der beiden Bildhälften zieht sich ein Riss. Solche Ampullen wurden als Pilgerandenken in Massen produziert (vgl. z. B. die Ampulle Inv. Nr. 1777). Elisabeth Ehler (2012)
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das flach gewölbte, tönerne Fläschchen besitzt einen aus zwei Hälften zusammengesetzten Gefäßkörper, an den ein Hals mit Ausguss sowie zwei Henkel angefügt sind. Auf beiden Seiten trägt es die reliefierte Darstellung eines Heiligen zwischen zwei knieenden Kamelen, der auf Grund der Ikonografie und von gleichen, inschriftlich bezeichneten Bildern als Menas identifiziert werden kann. Der Überlieferung zufolge war Menas ein ägyptischer Soldat, der für sein christliches Bekenntnis um 300 n. Chr. das Martyrium erlitt. Über seinem angenommenen Grab bei Alexandrien entstand ab dem 5. Jahrhundert ein ausgedehnter Kirchenkomplex, der sich bald zu einem bedeutenden, überregionalen Pilgerheiligtum entwickelte. Für die Pilger wurden Andenken produziert, deren bekannteste Gattung die der so genannten Menasampullen ist. Wahrscheinlich wurde in die Gefäße geheiligtes Wasser oder Öl abgefüllt, das Schutz vor Unglück gewährleisten sollte.
Pilgerampulle mit Darstellung des Heiligen Grabes
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Von den frühbyzantinischen Pilgerfläschchen unterscheidet sich diese Ampulle in ihrer Form und dem bildlichen Dekor. Im Gegensatz zu den frühen Exemplaren, um deren schmalen Ausguss ein Lederband zum Tragen geschlungen war, besitzt sie eine breite Tülle mit zwei kleinen Henkeln. Die beiden Seiten der Ampulle tragen figürliche Darstellungen in flachem Relief. Einmal ist eine gemauerte Bogenarchitektur mit Turm- bzw. Kuppelbekrönung zu sehen. In der mittleren der drei Nischen liegt eine nimbierte Wickelleiche auf einem Sockel. Die Inschrift wird zu Ο Α(ΓΙΟC) / ΤΑ(ΦΟC) (Das heilige Grab) ergänzt. Wiedergegeben ist die Grabeskirche zu Jerusalem in ihrer zur Kreuzfahrerzeit belegten Gestalt. Die Darstellung des Leichnams Christi weist auf das historische Geschehen. Auf der anderen Seite schreiten drei Frauen, von denen die erste ein Salbgefäß trägt, auf den vor dem Grab Christi sitzenden Engel zu. Die Inschrift ist vielleicht als Η ΜΗΡΟ Φω(ΡΑΙ) (Die Salbenträgerinnen) zu lesen. Es wird vermutet, dass die bildlichen Darstellungen solcher Ampullen die Mosaikausstattung der kreuzfahrerzeitlichen Bauten am Heiligen Grab in Jerusalem widerspiegeln. Wie ihre frühbyzantinischen Vorläufer werden die Fläschchen den Pilgern des 12. Jahrhunderts zur Mitnahme einer geheiligten Substanz gedient haben.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Eine geläufige Variante der Darstellung des heiligen Menas (siehe Inv. 6003) gibt den Heiligen mit perückenartigem Haarwulst wieder. Das Bildfeld ist stets von einer negativ eingedrückten Perlschnur gerahmt.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Menasampullen lassen hinsichtlich der Dekoration ihrer beiden Hälften Gesetzmäßigkeiten erkennen. Dagegen repräsentiert diese Ampulle zwei verschiedene Menasdarstellungen. Eine Seite trägt das verriebene Relief des heiligen Menas zwischen den Kamelen in einer einfachen Leistenrahmung. Dieser Bildtypus findet sich gewöhnlich auf beiden Seiten einer Ampulle. Hier aber zeigt die Gegenseite einen Typus, der den Heiligen in gedrungenen Proportionen wiedergibt; neben den Kamelen sind ihm zwei Kreuze zu Seiten des Kopfes sowie zwei Zweige zu seinen Füßen beigegeben. Diese Darstellungsvariante der Figurengruppe ähnelt Inv. 6008, hat aber hinsichtlich ihrer positiven Ausformung des Beiwerks sowie der verwendeten Rahmung – einer Perlschnur mit Zwischenleiste – keine Parallelen. (nach J. Witt 2000)
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die bildlichen Darstellungen, Inschriften und ornamentalen Rahmungsformen der Menasampullen sind fast ausschließlich in erhabenem Relief gebildet. Selten ist ein positives Mittelbild von einer negativen Rahmung eingefasst. Einzigartig ist eine kleine Gruppe von Menasampullen, die zudem eine Kombination von positiven und negativen Bildelementen innerhalb des Figurenfeldes zeigt. Der unnimbierte Heilige und die Kamele sind in positiver Form gestaltet. Je drei Punkte in den oberen Zwickeln , zwei Zweige zu Füßen des Heiligen und die seitlich herab fallenden Teile der Chlamys sind negativ gearbeitet. Das Figurenfeld ist von einer negativ gebildeten Kranzleiste und einer ebensolchen Perlschnur eingefasst. Die Gegenseite zeigt ein aus Ringen gebildetes Kreuz, dessen Zwickel mit kreis- bzw. strichförmigen Ornamenten verziert sind. Eine Kranzleiste sowie eine umlaufende Reihe aus Ringen bilden die Einfassung. Die Kombination dieser Menasdarstellung mit einem derartigen Kreuzmotiv ist charakteristisch für diese Gruppe von Menasampullen. Die einzelnen Hälften der Ampullen wurden mit Hilfe von Tonmodellen (Matrizen) hergestellt, in die der Dekor vermutlich mittels positiv gebildeter Patrizen eingedrückt wurde. Inschriften und Rahmungselemente konnten direkt in das Model eingeprägt werden. Die Darstellungen, in denen positive und negative Bildelemente kombiniert sind, wurden wahrscheinlich gemeinsam mit der negativen Rahmung in Patrizen angelegt. (J. Witt 2000)
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Auf beiden Seiten der vollständig erhaltenen Ampulle ist der heilige Menas zwischen zwei Kamelen abgebildet. Rechts und links seines Kopfes ist je ein Palmzweig zu erkennen. Solche Ampullen wurden im frühchristlichen Pilgerheiligtum Abu Mina, in Ägypten in der Nähe von Alexandria gelegen, in Massen produziert und dienten als Andenken.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Auf beiden Seiten der Ampulle ist der Heilige Menas zwischen den Kamelen in Frontalansicht mit betend erhobenen Armen wiedergegeben. Die umgebende Randzone enthält eine griechische Inschrift: "Eulogie (Segensspruch, wörtlich: "gutes Wort") des heiligen Menas".
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Beide Seiten der linsenförmigen, vollständig erhaltenen Ampulle sind in flachem Relief dekoriert. Zwei Leisten mit dazwischen verlaufender Perlschnur, rahmen jeweils den betenden Hl. Menas, der von zwei Kamelen flankiert wird. Zu Seiten seines Kopfes bilden vier Perlen eine Kreuzform.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Darstellung des Heiligen Menas zwischen zwei Kamelen auf der Vorderseite dieser Ampulle entspricht Inv. 6008. Die Rückseite zeigt ein Kreuz und die apokalyptischen Buchstaben Alpha (rechts) und Omega (links) über den Armen sowie Grasbüscheln unter den Armen.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Ampulle zeigt den Heiligen Menas zwischen zwei Kamelen mit je einem Kreuz zu Seiten seines Kopfes.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Umgeben von einer dichten Perlschnur ist auf beiden Seiten der Ampulle, der ein Henkel fehlt, der Heilige Menas zwischen zwei Kamelen in verschwommener Ausführung wiedergegeben.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Auf beiden Seiten der Ampulle, deren Henkel abgebrochen sind, ist der Heilige Menas zwischen zwei Kamelen abgebildet. Zu Seiten des Kopfes sind entweder Kreuze oder Zweige wiedergegeben.
Menasampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Ampulle zeigt den am weitaus häufigsten vertretenen Typus, bei dem die geläufige Figurengruppe stark schematisiert wiedergegeben ist. Charakteristisch sind die das Haupt des Heiligen flankierenden Kreuze sowie die Rahmung des Bildmedaillons durch eine Perlschnur mit Zwischenleiste. In der Regel zeigen Ampullen, die diesen Darstellungstypus aufweisen, auf beiden Seiten vergleichbare Bildmedaillons.
Fragment einer Ampulle mit der Darstellung der Heiligen Thekla und des Heiligen Menas
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Neben der Darstellung des heiligen Menas zwischen Kamelen (siehe Inv. 6003) finden sich mitunter auch andere heilige Personen auf Menasampullen abgebildet. Einige Exemplare zeigen zum Beispiel die frontal stehende, lediglich mit einem Lendenschurz bekleidete Thekla, deren Hände auf den Rücken gebunden sind. Sie wird von zwei Stieren, einer Bärin und – unten rechts – einer Löwin flankiert. Gemäß der Legende sollte die Heilige von diesen Tieren getötet werden, überlebte das Martyrium jedoch auf wunderbare Weise. Die Gegenseite zeigt stets den gleichen Typus der Menasgruppe: Der durch die Beischrift O AΓIOΣ MHNAΣ benannte Heilige ist unnimbiert, die Figuren kennzeichnet eine detailreiche Wiedergabe. Typisch für die Menas-Thekla-Ampullen sind der Verzicht auf ornamentale Rahmungsmotive sowie die vergleichsweise großen Ausmaße der Behältnisse. (nach J. Witt 1996)
Ampulle mit gleicharmigem Kreuz
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Diese kleinasiatische Pilgerampulle ist ungewöhnlich klein. Vielleicht war sie zum Umhängen für ein Kind gedacht, um es durch die angenommene Heilswirkung des Inhalts zu schützen. Vielleicht handelte es sich aber auch nur um eine preiswertere Ausgabe der größeren Ampullen. Beide Seiten tragen als Motiv ein fast gleichseitiges Kreuz, umgeben von einem durch Kerben ornamental strukturierten Kreisband.
Ampulle
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Reliefschmuck dieser kleinasiatischen Pilgerampulle zeigt auf einer Seite auf schlanken Säulen einen spitzen Giebel. Vor der so gebildeten Architektur steht frontal ein bekleideter Mann mit Vollbart und kurzen Haaren. Mit seinem angewinkelten linken Arm hält er ein offenes Buch vor den Körper. Von seiner nach unten weisenden rechten Hand hängt ein undeutlicher Gegenstand. Er lässt sich durch den Vergleich mit anderen Darstellungen als kelchförmiges Weihrauchgefäß an einer kurzen Kette deuten, so dass es sich bei der Figur wohl um einen Kleriker handelt. Auf der anderen Seite der Ampulle ist ein Segelschiff mit drei Personen dargestellt. Die mittlere ragt als Halbfigur empor, bekleidet und mit durch Punkte strukturiertem kurzen Haar. Die deutlich kleineren Figuren zu seinen Seiten recken nur die Köpfe über die Bordkante, die Gesichtszüge sind stark vereinfacht wiedergegeben. Ampullen und andere gesegnete Andenken waren beliebt als Schutz vor den Gefahren der Seefahrt. Der Besitzer der Ampulle hoffte wahrscheinlich, dass der verehrte Heilige gewissermaßen mit ihm Boot saß und die Passagiere vor Schiffbruch bewahrte.
Pilgerzeichen mit Darstellung eines männlichen Heiligen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das spitzovale Pilgerzeichen besaß ursprünglich vier Ösen. Es sind jedoch nur Reste der rechten beiden erhalten. Im Bildfeld ist ein Heiliger unter einer abgestuften Giebelarkade dargestellt, der einen Stab (?) in seiner linken Hand hält. Seine rechte hat er erhoben. Da sich von der umlaufenden Inschrift nur Bruchstücke entziffern lassen (SIGILLVM [---]NSIS), kann der Heilige nicht näher identifiziert werden. Damit ist auch die Herkunft des Stückes nicht näher bestimmbar. Das Pilgerzeichen gilt seit 1945 als vermisst.
Pilgerzeichen mit Vera Icon-Darstellung
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Rand des Pilgerzeichens ist ringsum abgebrochen. Ob lediglich ein Rahmen und Ösen zu ergänzen sind, ist daher ungewiss. Erhalten hat sich die Darstellung des Hauptes Christi, das auf einem Tuch erscheint (Vera Icon). Christus trägt lange Seitenlocken und Bart. Ein Kreuznimbus umfängt sein Haupt. Die Darstellung geht auf die in Sankt Peter in Rom verehrte Reliquie des Schweißtuches der Veronika zurück. Drei weitere Pilgerzeichen der Sammlung weisen dieses Bildmotiv ebenfalls auf: MBK Inv. 1753, 1912 und 2161. Doch gelten alle vier Stücke seit 1945 als vermisst.
Pilgerzeichen mit Darstellung Mariens mit dem Kind
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das hochrechteckige Pilgerzeichen mit Rundbogenabschluss könnte aus einer römischen Marienkirche stammen. Es zeigt die Darstellung Mariens mit dem Jesuskind auf dem Arm. Beide sind nimbiert und stehen unter einer Arkade, die aus dem leicht erhabenen Rand des Pilgerzeichens gebildet ist. Das Stück gilt seit 1945 als vermisst.
Pilgerzeichen mit Darstellung der Apostel Petrus und Paulus
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Pilgerzeichen entspricht in Form, Motiv und Inschrift (SIG│NA APOS│TOLORVM P│ETRI ET P│AVLI) im Wesentlichen den anderen Pilgerzeichen der Sammlung mit Darstellung der Apostel Petrus und Paulus (Inv. 1906, 2998 und 6407). Besonders ausgeprägt ist die Ähnlichkeit mit Inv. 6407. Die rechte obere Öse ist weggebrochen. Jedes der vier genannten Pilgerzeichen gilt seit 1945 als vermisst.
Pilgerzeichen mit der Darstellung des Johannes des Täufers
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das rhombenförmige Pilgerzeichen besaß ursprünglich vier Ösen. Es trägt die undeutliche Darstellung einer stehenden Gestalt mit langen Haaren und Bart, die vor sich einen Krummstab hält. Durch die beigefügte Inschrift: „Ioh │ BA[P]│TI│ST(A)“ liegt die Deutung als Johannes der Täufer nahe. Das Zeichen wird seit 1945 vermisst.
Pilgerzeichen mit Darstellung des heiligen Nikolaus
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Pilgerzeichen mit dem Bild des heiligen Nikolaus wurden unter anderem in Schweden, Norwegen und Großbritannien gefunden. Dieses Stück befand sich in Rom, bevor es als Geschenk nach Berlin gelangte. Ursprünglich stammt es sicherlich aus Bari. Hier reicht die Verehrung des Heiligen nachweislich bis in das 11. Jahrhundert zurück. Nikolaus steht auf diesem Pilgerandenken unter einem Rundbogen und ist mit einer Paenula sowie einem kreuzverzierten Pallium bekleidet. Der Nimbus kennzeichnet ihn als Heiligen. Die linke Hand erhebt er zum Segensgestus, in der rechten hielt er vermutlich ein Buch. Von den ursprünglich vier Ösen an dem hochrechteckigen Zeichen ist lediglich links oben ein Rest erhalten. Das Stück wird seit 1945 vermisst.
Pilgerzeichen mit Darstellung der Apostel Petrus und Paulus
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das querrechteckige Pilgerzeichen gleicht dem Zeichen Inv. 1906, das ebenfalls zum Besitz des Museums für Byzantinische Kunst zählt. Die Darstellung der Apostel Petrus und Paulus ist zwar grober ausgeführt und der Schrifttyp vermutlich etwas älter, doch lautet auch hier die Inschrift: „+SIG[N]A │ APOS│TOLORVM P│ETRI E[T P│A]VLI“. Die beiden unteren Ösen sind erhalten. Beide Pilgerzeichen werden seit 1945 vermisst.
Pilgerzeichen mit Darstellung Johannes des Täufers
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das rhombenförmige Pilgerzeichen entspricht in Form, Bildmotiv und Inschrift im Wesentlichen einem zweiten Stück aus der Sammlung (MBK Inv. 6405). Aufgrund der Inschrift: „Ioh │ BA[P]│TI│ST(A)“ liegt die Deutung der dargestellten Gestalt als Johannes der Täufer nahe. Beide Pilgerzeichen werden seit 1945 vermisst.
Pilgerzeichen mit der Darstellung Mariens mit Kind und zwei Engeln
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das runde Pilgerzeichen, dessen ursprünglich drei Ösen weitestgehend verloren sind, stammt der umlaufenden Inschrift zufolge: „SantA : mAriA : de lorEt(o) : orA p(ro nobis)“ aus Loreto. Das Motiv ähnelt dem Pilgerzeichen Inv. 2999, das ebenfalls zum Besitz des Museums für Byzantinische Kunst zählt. In beiden Fällen ist Maria unter einem von zwei Engeln getragenen Baldachin dargestellt. Auf dem Arm hält sie das Jesuskind. Beide Pilgerzeichen werden seit 1945 vermisst.
Pilgerzeichen mit Darstellung Mariens mit Kind und Engel
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Von dem ursprünglich querrechteckigen Pilgerzeichen ist nur die linke Hälfte erhalten. Sie zeigt Maria bekrönt und mit Nimbus unter einem Dach thronend. Auf ihrem Schoß sitzt das nackte Jesuskind. Der vor ihr stehende Engel ist nur fragmentarisch erhalten. Die rechte Bildhälfte fehlt. Der Bildausschnitt gehörte einst zu der Darstellung der Engelweihe des Klosters Einsiedeln (Schweiz). Dieses Fest, das bis heute begangen wird, geht auf eine mittelalterliche Legende zurück, welcher zufolge Jesus im Jahr 948 die Gnadenkapelle des Klosters zu Ehren seiner Mutter Maria persönlich weihte. Von der umlaufenden Inschrift auf dem Zeichen hat sich der Ausschnitt erhalten: „[.] awe ma(ria) g│ra(cia) [….] t[e]cum].“ Das Stück wird seit 1945 vermisst.
Pilgerzeichen mit Kreuzigungsdarstellung
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Pilgerzeichen trägt eine stark stilisierte Kreuzigungsdarstellung, die oben von einem Streifen aus Rauten und unten durch eine Bogenreihe abgeschlossen wird. Der Gekreuzigte ist nimbiert und mit einem Lendentuch bekleidet. Links steht vermutlich Maria, rechts Johannes unter dem Kreuz. Über den Kreuzarmen sind links die Sonne und rechts eine liegende Mondsichel dargestellt. Auf dem oberen Kreuzende ist die Inschrift „ih“ zu lesen. Da die Ränder des Stückes stark beschädigt sind, ist ungewiss, ob oder wie viele Ösen ursprünglich vorhanden waren. Das Pilgerzeichen könnte aus einer römischen Pilgerkirche mit einem Heilig-Kreuz-Patrozinium stammen, beispielsweise aus S. Croce in Gerusalemme. Das Stück wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.
Pilgerzeichen mit Majestas Domini
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Auf dem spitzovalen Bildfeld ist Christus, durch einen Kreuznimbus gekennzeichnet, dargestellt. Er thront frontal und hält Sonne beziehungsweise Mond in seinen Händen. Um das Bildfeld herum verläuft die Inschrift "+SIGILLVM SANT SALVATORIS". Die vier seitlichen Ösen weisen das Stück eindeutig als Pilgerzeichen aus. Da bislang keine eindeutigen Parallelen nachgewiesen werden konnten, lässt sich der Wallfahrtsort, dem das Zeichen entstammt, nicht sicher lokalisieren. Das Stück wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.